Neumond + Sonnenfinsternis für München
Neumond + Sonnenfinsternis für München

Neumond und Sonnenfinsternis am 15.02.2018 um 22:05 Uhr

 

Wie vor zwei Wochen bei der Mondfinsternis bereits beschrieben, wirkt auch diese Sonnenfinsternis, die bei uns nicht sichtbar ist, über einen Zeitraum von mehreren Wochen bis zu einem halben Jahr. Sonne und Mond begegnen sich auf 27 Grad Wassermann in Konjunktion mit Merkur auf 25°49‘ Wassermann. Bereits einige Stunden später wechselt der Mond ins Zeichen Fische, ihm folgen Merkur am frühen Morgen des 18.02. und die Sonne frühabends. Damit verbleibt einzig der absteigende Mondknoten im Wassermann, während Sonne und Merkur zu den drei sich bereits im Fischezeichen befindenden Chiron, Neptun und Venus aufschließen. Die Energie bewegt sich also vom Luft- zum Wasserelement. Standen für einige Zeit visionäre Gedanken und neue Ideen im Vordergrund, geht es nun darum, ob allfällige Ergebnisse zum Wohle aller Beteiligten umgesetzt werden können und einem höheren Sinn entsprechen. In den nächsten zwei Wochen werden durch Aspekte der Planeten Mars, Venus und Merkur zu Neptun auf 13°18‘ Fische vor allem die Themen Beziehungen (Mars/Venus), eigene und fremde Werte (Venus), Verhandlungen und Nachrichten aller Art, aber auch Zeitungsredaktionen und Presseorgane (Merkur) im Mittelpunkt stehen. Zu guter Letzt beleuchtet die Sonne bei ihrer Konjunktion mit Neptun am 04.03. all das, was hier noch brach liegt oder bestenfalls bereits bearbeitet wurde.

 

Neumonde beinhalten immer auch potenzielle Neuanfänge in sich, was in den genannten Bereichen für Änderungen des Status quo sorgen könnte, zumal Sonne und Mond in einem Sextilaspekt zu Uranus auf 25°49‘ Widder steht und ein Quadrat zu Jupiter auf 22°31‘ Skorpion bildet, was uns überraschende und tiefgreifende Wendungen bescheren kann. Es liegt nahe, dass dies auf der mundanen Ebene zum Beispiel die kommenden Abstimmungen über das Ergebnis der Koalitionsgespräche und damit eine Regierungsbildung mehr überschatten könnte, als das im Moment abzusehen ist. Aber auch im persönlichen Bereich ist in dieser Zeit mit Unwägbarkeiten und nicht geplanten Veränderungen zu rechnen. Durch die Beteiligung von Jupiter geht es auch um Recht und Gerechtigkeit, Wahrheit und Lüge, Verborgenes und ans Tageslicht Gebrachtes, tiefgründiges Hinterfragen von scheinbar unumstößlichen „Gesetzen“ des täglichen Lebens.

 

Im Horoskopbild fällt ebenfalls ein sogenanntes Lerndreieck auf. Dazu gehört ein Quadrat von Mars auf knapp 12 ½ Grad Schütze zu Neptun in Fische, der ein Quinkunx zum aufsteigenden Mondknoten auf 14 ½ Grad Löwe schlägt, während dieser ein Trigon mit Mars bildet. Die Dynamik ändert sich dabei von Feuer (Mars in Schütze) zu Wasser (Neptun in Fische) und wieder zu Feuer (MK in Löwe). Kurz gesagt geht es darum, dass unsere Begeisterung über neue Projekte und Vorhaben zunächst die Läuterung durch das Wasserelement, also unsere verschiedenen Gefühle, durchlaufen muss, um dann mit unserer Herzensenergie versehen Gutes bewirken zu können. Dies ist ein Bewusstseinsprozess, der nicht von heute auf morgen geschieht. Es braucht Zeit, den Hebel herumzulegen und uns zu verabschieden von einer technokratischen Weltsicht.

 

All das, was wir ohne Einbeziehung unserer Gefühle tun, wird uns und anderen keinen Gewinn bringen, der uns zufriedenstellt. Es geht dabei vor allem auch um die „unerwünschten“ Gefühle wie Angst, Eifersucht, Neid, Missgunst. Auch sie wollen gefühlt und beachtet werden, möchten aus dem Keller, in die wir sie verbannt haben, herauskommen und ernstgenommen werden. Das größte Gefühl in dieser Palette ist unangefochten die Liebe zu allem, was uns umgibt. Diese überpersönliche Liebe ist im Zeichen Fische zuhause und lehrt uns, dass sie im Leben jedes einzelnen Menschen unerlässlich ist. Dabei steht an erster Stelle die Liebe zu uns selbst. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass wir uns anderen Dingen oder Menschen so zuwenden können, dass wir erfüllt sind von dem, was wir tun, und dass das, was wir tun, auch zu einem Segen für unsere Erde wird. Ein Ziel, dass sich nicht nur an diesem Neumond lohnt!

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

 

Vollmondhoroskop für München
Vollmondhoroskop für München

Vollmond und Mondfinsternis am 31.01.2018 um 14:27 Uhr

 

Zweimal im Jahr erleben wir je eine Mondfinsternis bei Vollmond bzw. Sonnenfinsternis bei Neumond. Die jetzige Mondfinsternis fällt zusammen mit einem sogenannten „Blue Moon“, der den zweiten Vollmond innerhalb eines Monats im gregorianischen Kalender bezeichnet. Im englischen Sprachraum gibt es die Redewendung „Once in a blue moon“, die angewendet wird auf ein sehr seltenes Ereignis. Laut Wikipedia kommt dies durchschnittlich alle 2,4 Jahre vor.  Im Januar 2018 fand der erste Vollmond am 02.01. statt und dementsprechend fällt auf den letzten Tag ein weiterer Vollmond, der durch die Nähe zur Mondknotenachse als totale Mondfinsternis erscheint, die zwar in Deutschland nicht sichtbar, aber trotzdem wirksam ist.

 

Die Konstellationen einer Mond- und Sonnenfinsternis (am darauffolgenden Neumond) haben eine Wirkungsdauer über mehrere Wochen bis zu einem halben Jahr, je nach persönlichem Geburtshoroskop. Dabei steht der Mond im Zeichen Löwe und die Sonne im gegenüberliegenden Zeichen Wassermann, beide auf 11 ½ Grad. Die Sonne bildet eine Konjunktion mit dem absteigenden Mondknoten (15 Grad) und Venus (knapp 17 Grad), während der Mond am aufsteigenden Mondknoten steht. Das Vollmondhoroskop weist außer der Sonne/Venus-Konjunktion auffallend wenige Aspekte zu anderen Planeten auf, zugleich aber eine starke Feuerbetonung, wobei die meisten Planeten im ersten und dritten Quadranten, zu finden sind. Dabei fordert der erste Quadrant von uns vor allem die eigene Entwicklungsfähigkeit als Individuum, der dritte Quadrant steht für das Du, dem wir uns auf verschiedene Weisen verbunden fühlen. Darunter fallen neben Partnerschaften auch engere Freunde und intensive Verbindungen auf geschäftlicher Basis. Durch diesen Vollmond wird die Häuserachse 2 (Löwe) und 8 (Wassermann) betont. Was bedeutet das nun für uns persönlich?

 

Zunächst kommt es darauf an, ob in der Nähe dieser Tierkreisgrade persönliche Planeten im jeweiligen Geburtshoroskop betroffen sind. Dabei stellt die Sonne unsere Persönlichkeit sowie die Bereitschaft zum Tun dar, während der Mond eine empfangende, hingabefähige Qualität aufweist, der im Gegensatz zur Sonne, die aktiv ihre Strahlen aussendet, diese empfängt und reflektiert. Kombinieren  wir diese Eigenschaften mit den jeweiligen Tierkreiszeichen und Häuserbesetzungen, ergibt sich für die Sonne die Aufgabe, ihr aktives Tun vor allem zum Wohl anderer Menschen, Organisationen oder allgemein für die Gesellschaft, in der wir leben, einzusetzen. Dabei betrifft dieses Tun in erster Linie unser persönliches Wertesystem, die Finanzen und Veränderungspotenziale sowie den Umgang mit Macht und Ohnmachtserfahrungen innerhalb des persönlichen oder gesellschaftlichen Umfeldes. Die Nähe zum absteigenden Mondknoten wird uns mit Fragen der Vergangenheit, mit erlerntem, jedoch nicht mehr zum Erfolg  führenden Verhalten konfrontieren und geeignete Lösungen dafür verlangen. Es kann sein, dass eine Änderung unseres Lebenskonzeptes ansteht, das möglicherweise schon seit längerer Zeit aufgeschoben wurde.

 

Der Löwemond wird mehr Wert auf eine emotionale, gefühlsmäßige Behandlung der genannten Themen legen. Im besten Falle kann man sich darunter eine werteorientierte, auch führende Persönlichkeit vorstellen, die ihr Gespür und „Bauchgefühl“ für allfällige Situationen einbezieht, bevor sie Entscheidungen trifft. Der aufsteigende Mondknoten in Verbindung mit dem Vollmond zeigt unsere Lebensaufgabe an und  führt letztlich zu einer zukunftsorientierten und die Gesellschaft verändernden Haltung. Das mag zunächst einige Mühe kosten, weil wir lieber am uns vertrauten, absteigenden Mondknoten unser Glück versuchen. Dort kommen wir jedoch mit dem Festhalten an den vermeintlich sicheren Verhaltensweisen nicht weiter. Notgedrungen werden wir unser Heil am aufsteigenden Mondknoten, also auf neuen, unverbrauchten Wegen suchen (müssen), um nicht auf der Stelle zu treten. Die Meisterprüfung haben wir bestanden, wenn wir in der Lage sind, beide Pole miteinander zu verbinden, ohne im Alten hängenzubleiben, also die Eigenschaften des absteigenden Mondknotens mit dem aufsteigenden zu etwas Neuem zu verbinden.

 

Wir alle haben nun einige Wochen Zeit, diese Themen kreativ, gerne auch spielerisch anzugehen. Probieren wir uns doch einfach aus, denn es gilt der Grundsatz „try and error“, da Meister noch nie vom Himmel gefallen sind. Viel Fantasie und Erfindungsreichtum wünsche ich uns auf diesem Weg!

 

© Helga Eichner

 

 

 

Neumondhoroskop für München
Neumondhoroskop für München

Neumond am 17.01.2018 um 03:17 Uhr

 

Der erste Neumond im neuen Jahr zeigt sich mit Sonne und Mond auf knapp 27 Grad Steinbock in enger Konjunktion mit Venus auf knapp 29 Grad Steinbock, im Quadrat zu Uranus im Widder auf 24 ½ Grad sowie einem Sextil zu Mars auf 24 Grad Skorpion. Dieser bildet ein enges Trigon zum Chiron auf 25 Grad Fische. Im Steinbockzeichen befinden sich zudem Saturn auf 3 Grad, Lilith auf knapp 8 Grad in enger Konjunktion mit Merkur auf ebenfalls 8 Grad und Pluto auf 19 Grad.

 

Ich möchte mich dieses Mal vor allem mit der Verbindung von Mond und Venus beschäftigen. Da für unseren Breitengrad der Neumond im Bereich der persönlichen materiellen und ideellen Werte stattfindet, entspricht das einer von mehreren Bedeutungen der Venus. Vor einer Woche traf sie zunächst auf die Sonne, dann zwei Stunden später auf Pluto, wo sie sich Kraftreserven für ihre weitere Reise holen konnte. Wenn sich der Mond als Schnellläufer aus der Neumondkonstellation löst, trifft auch er auf Venus, bevor er den Steinbock in Richtung Wassermann verlässt. Die Sonne vollzieht diesen Zeichenwechsel erst am 20. Januar, zwei Tage nach dem Eintritt von Venus in Wassermann. Damit löst sich die Ballung dieser verschiedenen Energien langsam wieder auf.

 

Dieses zeitgleiche Zusammentreffen der Sonne mit den beiden unterschiedlichen weiblichen Energien Mond und Venus hat mich an die Tarotkarte VI aus dem Tarot de Marseille erinnert. Ein junger Mann (Sonne) steht zwischen seiner Mutter (Mond) und seiner Geliebten (Venus) und wird sich entscheiden, wohin er seine Schritte lenken will. Auf der Mondseite lockt ihn das mütterlich Versorgende, das nicht selten auch in eine Überversorgung ausartet. Auf der Venusseite fühlt er sich angezogen von dem Liebreiz der jungen Frau, ihrer Anziehungskraft und dem erotischen Vergnügen. Wird er weiterhin das Hotel Mama vorziehen, indem er neben den frischgebügelten Hemden auf das vertraute Verständnis für Mamas Jungen rechnen kann? Oder ist er Manns genug, um sich daraus zu lösen und ein eigenes Leben aufzubauen an der Seite der jungen Frau, mit ihr eine Familie gründet und ab und zu die Mama besucht? Der Trumpf VI wird heute als „Die Liebenden“ bezeichnet, er meint jedoch die Entscheidung aus dem Herzen heraus. Wir sollen unser Herz sprechen lassen, wenn wir vor Entscheidungen stehen, die uns persönlich betreffen, also eine Herzensentscheidung.

 

Wir Frauen sind aufgefordert, unsere Rollenverteilung zu überdenken – auf der einen Seite als Mutter unserer Kinder (Mond), auf der anderen Seite als Ehefrau, Geliebte und Partnerin unseres Mannes (Venus). Ich beobachte seit längerer Zeit, wie bei Familien mit kleinen Kindern für viele Jahre die Venusseite zum Erliegen kommt zugunsten der Mondseite, womit das Paar in enorme Schwierigkeiten gerät. Männer fühlen sich überfordert und ausgegrenzt, weil zwischen die Mutter und ihr(e) Kind(er) kein Blatt Papier passt. Frauen verlieren die Sicht auf ihre Venusbedürfnisse, fühlen sich von den Mutterpflichten überfordert und ausgesaugt, sorgen aber auch nicht dafür, dass sich die Waagschalen wieder einpendeln. Selbst die Kinder sind auf Dauer die Verlierer, weil sie im Elternhaus kein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mond- und Venusbedürfnissen erleben und damit ganz logisch davon ausgehen, dass Mama ihnen gehört.

 

Dieser Neumond ist eine ideale Gelegenheit, um das Augenmerk auf beide Entsprechungen der weiblichen Energie zu richten. Alles hat seine Zeit – aber alles muss, wenn diese Zeit vorbei ist, auch wieder ins rechte Lot gebracht werden, damit alle Beteiligten ihren angemessenen Platz finden im Familiensystem. Bert Hellinger hat in seinen Forschungen mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass bestehende Verschiebungen die fatale Eigenschaft haben, sich fortzupflanzen in nachkommenden Generationen. Das Leid, das dadurch für die Erben dieser Mitgift entsteht, bedarf einer aufwendigen Bearbeitung und gleicht oft einer akribischen Detektivarbeit. Wer das nicht leisten kann oder will, ist gezwungen, diese Hypothek weiterzureichen. Es steht in unserer Macht, sich für eine Neuausrichtung zu entscheiden. Das Quadrat zwischen der Neumondstellung und Uranus im Widder ermuntert dazu, sich dieser Aufgabe zu stellen und die Chance wahrzunehmen, sowohl die eigenen Frauenbilder miteinander zu versöhnen als auch die weibliche mit der männlichen Seite in dieses Geschehen einzubinden, das ebenfalls geheilt werden will (Sextil Mars/Venus, Trigon Mars/Chiron). Ich kann mir nichts Spannenderes vorstellen und bin sicher, dass unsere Entdeckerfreude doppelt und dreifach belohnt wird!

 

© Helga Eichner