Vollmondhoroskop für München erstellt
Vollmondhoroskop für München erstellt

Vollmond am 13.10.2019 um 23:08 Uhr

 

Im Gegensatz zum Neumondhoroskop am 28. September, das vor allem sehr luftbetont war, steht dieser Vollmond in erster Linie im Element Feuer. Der Mond auf 20 Grad Widder weist eine exakte Opposition zur Waage-Sonne auf. Chiron läuft auf knapp 3 Grad Widder und bildet eine Opposition zu Mars auf gut 6 Grad Waage. Auffallend ist ein gradgenauer Quadrataspekt zwischen Pluto im Steinbock und der Vollmondachse. Der Planet Merkur wechselte am 3. Oktober von der Waage in das Tierkreiszeichen Skorpion und bewegt sich ab diesem Vollmond bereits im Bereich seiner späteren Rückläufigkeit (31.10. – 20.11.2019). Das bedeutet, dass Verhandlungen, Absprachen und Verträge, die jetzt getroffen werden, nicht zwingend bestehen bleiben, sondern in eine weitere Bearbeitungsphase während der Rückläufigkeit kommen. Erst ab der dritten Dekade im November, wenn Merkur wieder direktläufig ist, wird sich zeigen, was davon letztlich Bestand hat. Das gilt natürlich nicht nur auf der mundanen Ebene, sondern ebenso im individuellen persönlichen Leben.

 

Der Umzug des Planeten Mars am 4. Oktober vom Jungfrauzeichen in die Waage war bei vielen Menschen mit der Hoffnung verbunden, dass die friedliche Waage abfärben wird auf den leicht erregbaren Krieger. Diese Hoffnung wurde am Nachmittag des 9. Oktobers durch den türkischen Präsidenten Erdogan jäh zerstört. Im Schatten von Brexit-Verhandlungen, allgemeinem Chaos im britischen Parlament und Vorbereitungen zur möglichen Amtsenthebung des amerikanischen Präsidenten gelang es ihm, weitgehend unbeachtet seinen Feldzug gegen die Kurden im Norden Syriens loszutreten. Einige Tage vorher, ziemlich exakt mit dem Einzug von Mars in das Waagezeichen,  begann Erdogan damit, sein Volk und die übrige Welt darauf einzustimmen, dass ein Krieg gegen die verhasste Kurdenpartei unvermeidlich sei. Der amerikanische Präsident sekundierte ihm, indem er in plötzlicher, einsamer Entscheidung sein Militär kurzerhand abzog. Dies ist ein massiver Verrat (Pluto) an den Kurden, die über Jahre unter dem Schutz und mit Unterstützung durch die verbündeten Amerikaner den Islamischen Staat bekämpften. So zeigt das Vollmondhoroskop mit dem T-Quadrat zwischen Mond, Pluto und Sonne im Nachhinein exakt diese Entwicklung im Horoskop an.

 

Die Leidtragenden (Chiron) sind wie immer das zivile Volk (Mond), das nun zu Zigtausenden ins Landesinnere flüchten. Besonders erschüttert hat mich gestern ein Fernsehbericht über die Beerdigung von zivilen Opfern, in dem ein neun Monate alter kurdischer Junge in seinem kleinen weißen Kindersarg zu Grabe getragen wurde. Sinnbild dieses Leidens ist die Opposition zwischen Waage-Mars und Chiron im Widder, der die nicht heilenden Wunden symbolisiert – in diesem Fall körperliche und seelische Wunden durch den Krieg und seine persönlichen Folgen. Auch die vielen Vertriebenen gehören dazu, denn ihr Leiden bedeutet gleichzeitig den Verlust ihrer Heimat, vielleicht sogar die Zerstreuung in alle Winde und damit der Verlust der schutzgebenden, Identität stiftenden ethnischen Gemeinschaft. 

 

Neben dieser aktuellen Entwicklung stimmt uns der Vollmond mit dem Pluto/Sonne-Quadrat bereits auf die exakte Konjunktion der beiden Langsamläufer Saturn und Pluto am 12.01.2020 auf 22°46‘ Steinbock zuläuft. Diese findet in enger Konjunktion mit Sonne und Merkur statt. Wir können davon ausgehen, dass ab dem 2. Dezember 2019 mit dem Eintritt von Jupiter (als drittem Planeten neben Pluto und Saturn) in den Steinbock die weitere Wegstrecke schrittweise konkreter sichtbar wird. Dazu schreibe ich ausführlicher, wenn dieser Zeitpunkt erreicht ist.

 

Lassen wir uns also nicht entmutigen, auch wenn im Moment die Zeichen nicht sehr hoffnungsvoll zu deuten sind. Alles ist in Bewegung, und Veränderungen in großen Systemen gehen immer mit chaotischen Ereignissen einher. Da können Erkenntnisse der Quantenphysik zum Verständnis beitragen, denn Wissenschaftlern ist das Chaos bekannt, das einer neuen Ordnung vorausgeht. Übrigens wissen das auch alle Menschen, die jemals ein Kinderzimmer betreten haben, das noch nicht von Erwachsenen aufgeräumt wurde. Wir sprechen ja auch oft vom kreativen Chaos, das ordnungsliebende Mitmenschen eher für eine Lüge halten, das jedoch von den Vorgängen im Universum immer wieder bestätigt wird. Bleiben Sie also gelassen und fokussiert auf das, was für Sie persönlich wichtig ist in dieser Zeit!

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

 

 

Neumondhoroskop für München erstellt
Neumondhoroskop für München erstellt

Neumond am 28.09.2019 um 20:27 Uhr

 

Ein Neumond mit einer ausgeprägten Luftbetonung, vor allem im Waagezeichen! Im Vordergrund stehen Pläne und Überlegungen, um in naher oder fernerer Zukunft handlungsfähig zu sein, aber eben auch Auseinandersetzungen und Streit. Sonne und Mond treffen sich am Abend auf 5 Grad 20 in der Waage zu einem energiereichen Stelldichein, in unseren Breitengraden in Haus 6, dem Bereich alltäglicher Pflichten und Arbeiten. Es geht in diesem Lebensbereich ebenfalls um analytische Prozesse, etwas (wieder) in Ordnung bringen, soziale Verantwortung, Gesundheit und Heilung. Die Planeten Venus und Merkur befinden sich ebenfalls im Waagezeichen auf 17 Grad 38 bzw. 23 Grad 19 und bilden einen Quadrataspekt zum nun wieder direktläufigen Saturn auf 14 Grad und dem rückläufigen Pluto auf 20 Grad 38, beide im Zeichen Steinbock in Haus 9, dem Bereich der Grenzen und Grenzüberschreitungen sowie allen Fragen um Migration, aber auch dem Umgang mit anderen Ländern und Staaten.

 

Das Waagezeichen wird in erster Linie mit Frieden, Schönheit und Diplomatie in Verbindung gebracht. Das hört sich zunächst einmal erstrebenswert an, wir vergessen dabei jedoch, dass alles auch einen Gegenpol hat. Versagt die Diplomatie, sehen die Befürworter von Krieg, Kampf und Gewalt ihre Chance gekommen. Da dem Steinbock und dem Planeten Saturn auch Regierungen, Staaten und Gesetze, und dem Planeten Pluto, der ebenfalls den Steinbock durchläuft, Machtfragen, Heimlichkeiten und Geheimdienste zugeordnet werden, nehmen sich diese Konstellationen aus wie eine Partitur für das mundane politische Geschehen dieser Tage. In Großbritannien erleben wir einen allgewaltigen Premier, der weder vor Lügen (Merkur), noch vor Schmeicheleien (Venus) gegenüber der Queen (Venus) zurückschreckt, um sich mit ihrem Okay unrechtmäßig des lästigen Parlaments vor dem Brexittermin zu entledigen. Von dem daraufhin ergangenen, vernichtenden Urteil des Supreme Courts (Saturn) unter Vorsitz von Lady Brenda Hale (Venus) will er sich in keiner Weise von seinem eingeschlagenen Kurs abbringen  lassen. Er spielt ganz offen damit, als kompromiss- und furchtloser Ritter seine Wähler zu überzeugen, sich mit ihm gegen eine unfähige Justiz (Jupiter) und ein „totes“ Parlament (Saturn) zusammenzutun, um endlich den Willen (Mars/Widder) des Volkes (Mond) zu erfüllen.

 

In den USA ist man Eskapaden des derzeitigen Präsidenten Trump ja bereits gewöhnt. Nun hat er sich selbst übertroffen, indem er offensichtlich den Präsidenten eines anderen Landes zwingen will, ihm „einen Gefallen“ zu tun und einen politischen Widersacher auszuspionieren (Pluto), um belastendes Material zu finden, das ihm im Wahlkampf als Munition dienen könnte. Das entsprechende Telefonat wurde protokolliert (Merkur) und auf einem Geheimserver (Pluto) abgelegt. Ausgerechnet ein Mitarbeiter der CIA, des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes (Pluto), hat diesen Vorfall öffentlich gemacht, der nun seit Tagen die Nachrichten beschäftigt. Die Demokraten wollen die weiteren Beteiligten  vorladen (Saturn) mit dem Ziel, ein Amtsenthebungsverfahren (Saturn) gegen den Präsidenten in Gang zu setzen. Trump hat die Welt per Twitter wissen lassen, dass er den angeblichen Whistleblower für einen Spion (Pluto) der Demokraten hält und etwas umschrieben daran erinnert, dass solche Leute zu früheren Zeiten die Todesstrafe (Saturn/Jupiter) ereilte. Das wird allgemein als versuchte Drohung empfunden.

 

Beide Protagonisten zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie Stopp-Schilder (Saturn) missachten, was den Verdacht naheliegt, dass sie sich als über dem Recht (Jupiter) stehend empfinden. Wie wir aus der Geschichte wissen, kann so etwas eine Zeitlang gutgehen, ist aber kein Garant dafür, dass es immer gut ausgeht. Die astrologischen Konstellationen dieses Neumondes deuten darauf hin, dass sich sowohl Johnson als auch Trump zu sicher fühlten und nun über ihre eigene Überheblichkeit und Großmannssucht (Venus/Jupiter) stolpern könnten. Es wird spannend bleiben!

 

Der Quinkunx-Aspekt, der die Neumondkonstellation mit dem noch rückläufigen Uranus im Stier gradgenau verbindet, fordert auf, dass eine Rückbesinnung auf das, was uns etwas wert ist – ob materieller oder ideeller Art –, vor voreiligen und unüberlegten Handlungen schützt, die wir sonst mit ziemlicher Sicherheit früher oder später bereuen. Die Opposition zwischen Neumond und Chiron im Widder zeigt, dass Kämpfe und das rigorose Durchsetzen der eigenen Ziele immer zu tiefsitzenden Verletzungen führen, die – wenn das überhaupt möglich ist – eine lange Zeit benötigen, um zu heilen. Eine deutliche Warnung also, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Hoffen wir, dass diese Einsicht bei allen wächst, die gerade in anderer Richtung unterwegs sind. Dann könnte der angenehme Anteil des Waagezeichens wieder sichtbar werden!

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

 

 

Neumondhoroskop für München erstellt
Neumondhoroskop für München erstellt

Neumond am 30.08.2019 um 12:37 Uhr

 

Dieser Neumond bringt uns energetisch das Kontrastprogramm zum letzten Vollmond und Neumond. Dort war das Feuerelement bestimmend, nun ist es das Erdelement mit einer Ansammlung von Planeten rund um den Neumond auf 6 Grad 46 Jungfrau. Merkur auf 2 Grad 12, Mars auf 7 Grad 46 und Venus auf 11 Grad 13 Jungfrau bilden dazu und auch untereinander eine Konjunktion, wobei Mars mit Orbis von einem Grad dem Neumond am nächsten ist. Ein auffallendes, gradgenaues Trigon besteht zwischen dem Neumond und Uranus auf 6 Grad 28 Stier. Lilith auf 13 Grad 13 Fische ist durch eine Opposition mit Venus – und darüber ebenfalls mit den anderen Planeten rund um den Neumond – verbunden.

 

Alle Erdzeichen sind mit Planeten besetzt, wobei das Jungfrauzeichen mit fünf Planeten am stärksten betont ist, der Steinbock mit Saturn dicht am absteigenden Mondknoten und Pluto (beide rückläufig) an zweiter sowie der Stier mit dem rückläufigen Uranus an dritter Stelle. Es geht nun also vorrangig um Verwirklichung und pragmatische Lösungen, vor allem bei den Jungfrauthemen Natur, Ernährung, Umweltschutz, Klimawandel und ganz profanen Alltagsfragen. Der dienende Aspekt des Jungfrauzeichens schwingt bei allen Themen mit, denn diese Fragen betreffen nicht nur Einzelne, sondern die gesamte Menschheit auf unserem Erdball. Wir dienen einander, indem wir Lösungen finden und praktizieren. 

 

Es ist nicht egal, wie wir mit der Natur umgehen, selbst wenn es die auf einem anderen Erdteil ist. Bestes Beispiel dafür sind die ausufernden Brandrodungen in Brasilien, die einen unvorstellbaren Schaden im Amazonasgebiet angerichtet haben und weiter anrichten werden. Da sich dadurch das Klima rund um den Globus verändern wird, betrifft diese Katastrophe eben auch Menschen in weit entfernten Erdteilen. Es ist auch nicht egal, wie wir uns ernähren, denn die ebenfalls ausufernde Massentierhaltung verbraucht Bodenflächen, die von dort lebenden Bauern nicht mehr zur Versorgung ihrer Familien bewirtschaftet werden können. Das vergrößert Hunger und Abnahme von beruflichen Perspektiven in der Welt und ist deshalb auch für wachsende Flüchtlingsbewegungen mitverantwortlich.

 

Es ist ebenso nicht egal, was wir unserer Umwelt zumuten, zum Beispiel hoffnungslos durch Plastik vermüllte Meere und Bodenflächen, aber auch belastende Abwässer in Flüssen und Seen durch  Landwirtschaft, Industriebetriebe und Kraftwerke. Last but not least ist es nicht egal, wie wir den Alltag in unseren Familien und an unserem Arbeitsplatz organisieren , weil davon abhängt, ob wir im Dauerstress unser Leben fristen oder uns Pausen gönnen, auf unseren Körper achten und ihm geben, was er braucht. Ständige Überforderung und daraus resultierende Krankheiten greifen um sich und erschweren die Finanzierung der Gesundheitssysteme weltweit.

 

Dass durch Pragmatismus Ergebnisse erreicht werden können, zeigt uns gerade Italien, wo dem Machtstreben eines ehemaligen Innenministers Grenzen aufgezeigt wurden und trotz aller Bestechungsversuche, seine Macht doch noch zu erhalten, sich nun wohl eine neue Regierung zusammengerauft hat, die nicht unbedingt eine Liebesheirat einging, aber ein Zweckbündnis, um den Allmachtsphantasien des Herrn Salvini etwas entgegenzusetzen. Hier zeigt sich eine schöne Entsprechung des Trigonaspektes vom Neumond zu Uranus, der immer wieder für Überraschungen gut ist. Wir dürfen sicher gespannt sein, ob es Boris Johnson in Großbritannien gelingen wird, seine Allmachtsphantasie vom No-deal-Brexit tatsächlich mit einer Zwangsbeurlaubung des Parlaments gegen die Opposition durchzusetzen. Mächtiger Widerstand formiert sich bereits.

 

Um die Gegenseite nicht zu vergessen, erwähne ich hier beispielhaft den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der beim G7-Gipfel mit seiner spektakulären Einladung Irans nach Frankreich und der Erweiterung der Tagesordnung um den Punkt „Feuersbrunst in Amazonien“ in allerletzter Minute gegen den erklärten Willen des brasilianischen Präsidenten ein mutiges Zeichen gesetzt und Verantwortung übernommen hat, um Kriegsgefahr zu mindern und auf unwiederbringliche Umweltschäden aufmerksam zu machen. Es ist wohl davon auszugehen, dass ohne diese Aktionen beide Themen nicht behandelt worden wären.

 

Wie immer wieder erwähnt: Die Beispiele aus der Weltpolitik lassen sich ohne Abstriche auch auf unsere persönlichen Lebensbereiche anwenden, weil es die gleichen Energien sind, die unabhängig von den äußeren Umständen dabei sichtbar werden. Auch im persönlichen Leben geht es nicht ohne Mut und eine gewisse Portion Risiko, wenn wir Veränderungen anstoßen wollen. Umso schöner, wenn der Mut Einzelner dann belohnt wird!

 

© Helga Eichner