Neumondhoroskop für München
Neumondhoroskop für München

 

Neumond am 13.01.2020 um 06:00 Uhr

 

Ein machtvoller Neumond – der erste im noch recht neuen Jahr 2021 – mit Sonne und Mond auf 23 Grad 14 in enger Konjunktion mit Pluto auf 24 Grad 35 im Steinbockzeichen. Ruhige Zeiten dürften mit dieser Konstellation nicht zu erwarten sein. Es ist also ratsam, den eigenen inneren Ruhepunkt sehr genau wahrzunehmen und anzulaufen, wenn es rund um uns herum eher bunt und turbulent zugeht. Wir haben es in der Hand, ob die äußeren Geschehnisse, wo immer diese stattfinden mögen, einen Einfluss auf unser individuelles, persönliches Befinden nehmen oder ob wir uns eine gewisse Distanz erhalten können, damit wir von den Ereignissen nicht verschluckt werden. Neben der körperlichen Hygiene gibt es auch eine oft wichtigere psychische Hygiene, ermöglicht sie uns doch, nicht im Strudel der Meinungen und/oder Emotionen zu versinken. Das bedeutet nicht, die „Schotten dicht“ zu machen und alles auszublenden, was uns da draußen begegnet. Es bedeutet aber, wachsam zu bleiben und zu beobachten, was uns begegnet. Es bedeutet, die Dinge aufzunehmen, aber um unserer eigenen Balance willen einen gewissen inneren Abstand zu wahren. Ich denke gerade an einen Bahnsteig, auf dem wir wartend stehen. Wenn der Zug einfährt, werden wir uns nicht direkt an die Bahnsteigkante stellen, sondern in einem angemessenen Abstand warten, bis der Zug hält und sich die Wagentüren öffnen.

 

Zwei weitere Dreierkombinationen finden wir in diesem Horoskop, und zwar eine Konjunktion zwischen Saturn/Jupiter/Merkur Anfang Wassermann auf 3, 5 und 7 Grad. Diese bildet ein dreifaches Quadrat zu der zweiten Dreierkombination von Mars/Uranus/Lilith Anfang Stier auf 3, knapp 7 und 9 Grad, die ihrerseits im Dreifach-Trigon zu Venus auf knapp 6 Grad Steinbock steht. Planeten, die eng in einer Gruppe zusammenstehen, können sich gegenseitig unterstützen oder auch behindern. Auf jeden Fall sind hier viele unterschiedliche Energien gebündelt, die ihre Wirkungsweise zeigen werden, wenn sie sich wieder voneinander entfernen. Es bleibt somit abzuwarten, ob ihre Treffen dazu geführt haben, tragbare Lösungen zu finden, oder ob es eher um revolutionäre Bestrebungen geht. Da Uranus ab dem 14.01.2021 direktläufig und die Konjunktion zwischen Sonne und Pluto am selben Tag exakt wird, kann es zu überraschenden Wendungen in Bezug auf Macht, auch zu Machtwechseln kommen.

 

Bemerkenswert ist an diesem Horoskop die ausschließliche Betonung der unteren Hälfte. Die Querachse von Aszendent zu Deszendent ist fast identisch mit der Mondknotenachse in den Zeichen Schütze/Zwillinge und stellt die Abgrenzung zur oberen Hälfte des Horoskops dar, in der kein einziger Planet zu finden ist. Im Augenblick scheinen viele Dinge im Verborgenen oder Unbewussten zu liegen, die jedoch ans Licht und ins Bewusstsein drängen. Das spricht zusätzlich für eine Zeit, die auch bis jetzt Unvorstellbares bereithalten kann. Der Sinn dahinter ist eine umfassende Bereinigung des Bestehenden, um dem Neuen, das in die Welt kommen soll, zum Durchbruch zu verhelfen. Dass in solchen Phasen auch gefühlsmäßig aufgeladene Erfahrungen dazugehören, versteht sich von selbst. Mir ist es wichtig, diese Möglichkeit zu benennen, denn es lässt sich leichter mit herausfordernden Situationen umgehen, wenn sie uns nicht von hinten überfallen. Die beste Gefahrenabwehr ist ein „Augen auf“, nicht nur im Straßenverkehr!

 

Meine Kollegin Ingrid Zinnel hat ihrem Astrologie-Newsletter zum Neumond ein tröstliches Zitat von Albert Camus vorangestellt, das ich hier gerne für Sie/Euch aufnehmen möchte, weil es diese herausfordernde Zeit in meinen Augen gut skizziert:

 

„Mitten im Winter habe ich erfahren,

dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt.“

 

Ich wünsche allen Menschen, dass sie diesen Sommer entdecken, auch wenn es im Moment auf vielen Ebenen noch recht kalt ist Bleiben wir alle gemeinsam in unserer inneren Kraft und vertrauen darauf, dass die Liebe zu unserer wunderbaren Erde siegt!

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

 

 

 

Vollmondhoroskop für München
Vollmondhoroskop für München

 

Vollmond am 30.12.2020 um 04:28 Uhr

 

„Der Mensch braucht die Natur, die Natur den Menschen nicht. Der Mensch ist Teil der Natur, er ist ihr nicht übergeordnet. Erst wenn er das begreift, hat er eine Überlebenschance.“

(Richard von Weizsäcker)

 

Am frühen Morgen des vorletzten Tages in 2020 zeigt sich der 13. Vollmond in diesem an Ereignissen reichen Jahr. Der Mond steht in seinem Hauszeichen Krebs auf 8 Grad 53, ihm gegenüber die Sonne auf dem gleichen Grad im Zeichen Steinbock. Merkur bildet auf 14 Grad 42 eine weite Konjunktion zur Sonne und in Opposition zum Mond. Die Mondkraft ist in diesem Horoskop stark gestellt, zum einen wegen des Krebszeichens, in dem der Mond zuhause ist, und zum anderen durch die magische Zahl 13, die uns im Märchen „Dornröschen“ als die nicht eingeladene 13. Fee begegnet. Ihr Geschenk ist nicht wie der Apfel bei „Schneewittchen“ vergiftet, sondern eines mit Zeitverzögerung. Es wird Dornröschen erst sehr viel später in Form der Spindel begegnen und zunächst als Unglück wahrgenommen. Eine lange Zeit muss verstreichen, bis ein mutiger Königssohn, der sich nicht von Dornen abhalten lässt, die schlafende Prinzessin mitsamt ihrem Hofstaat durch einen Kuss aus dem Jahrhundertschlaf erlöst.

 

Wer von uns würde jetzt nicht gerne diesem Prinzen begegnen und darauf hoffen, dass er auch uns so aus Erstarrung und Hoffnungslosigkeit befreit, damit wir wieder singen und tanzen, essen und trinken, miteinander feiern und einander umarmen können. Das Geschenk der 13. Fee verlangt jedoch eine Reife des Bewusstseins, die nicht im Schnellverfahren zu erlangen ist. „Alles braucht seine Zeit“, weiß der Volksmund, und so ist es auch mit den Geschenken des Lebens, die wir zunächst nicht immer als solche erkennen. Nur wenn wir uns wie Dornröschen durch die ewigen Warner nicht davon abhalten lassen, unserer inneren Stimme zu folgen und das Spinnrad zu berühren, wird sich die neue Welt offenbaren, zu der wir früher oder später erwachen.

 

Der Planet Neptun auf 18 Grad 26 Fische steht in einem herausfordernden Quadrat zur Mondknotenachse mit dem Vergangenheitspol auf knapp 19 Grad im Schützen und dem Zukunftspol in Zwillinge. Er fordert uns auf, unsere ganz persönliche Vision dieser neuen Welt zu konkretisieren, das Bild zu schärfen und gefühlsmäßig zu durchdringen. Unterschätzen wir nicht die Kraft, die in solchen Bildern steckt und schon so manche persönliche Welt grundlegend verändert hat. Dazu brauchen wir keine besonderen Ressourcen außer Vorstellungsvermögen, Fantasie und Mut, den Mainstream zu verlassen und anders zu denken als bisher. Ja, es kann dabei ungemütlich werden, wenn wir auf die Realität des täglichen Lebens treffen, in der uns klargemacht werden soll, dass „man“ lieber alles so belassen sollte wie bisher.

 

Es braucht Geduld, um immer wieder zu erklären, warum dies keine Option mehr ist. Deshalb ist es ganz wichtig, sich Gleichgesinnten anzuschließen, damit das Pflänzchen unserer Vision die Chance hat, zu wachsen statt zertrampelt zu werden. Solche Gemeinschaften tragen den Geist des Wassermanns, der nun langsam die Strenge und Macht des Steinbockzeichens ablöst. Diese Entwicklung braucht ihre Zeit und kann auch bedeuten, dass wir bedrohlich erscheinende Machtkämpfe erleben können. Lassen wir uns nicht davon abschrecken, sondern befreien wir als Antwort darauf unsere eigenen Energien und nutzen sie als Ressourcen für unser aller Zukunft. Nur gemeinsam sind wir stark, können Kräfte bündeln und der Angst entgegentreten, die sich wie eine dunkle Wolke über alles zu legen scheint.

 

Am 22.12.2020 trafen sich Lilith und Uranus im Erdzeichen Stier und stehen immer noch eng beieinander. Lilith erscheint als die Urmutter Gaia und Uranus als der Himmelsgott, die nach den Sagen gemeinsam ganze Völker zeugten und damit die griechische Mythologie initiierten. Der Beginn einer neuen Runde zwischen Lilith und Uranus kann unserem Umgang mit der Natur und ihren endlichen Ressourcen ebenso wieder neues Leben verleihen. Dabei gehört dieses Thema nicht zur Kür, sondern ist ein Pflichtprogramm, ohne dessen Realisation wir nicht über weitere Ideen sprechen müssen. Es wird allerhöchste Zeit, nicht nur nicht nur endlose Zusammenkünfte auf unterschiedlichen Ebenen zu initiieren, sondern entschlossen und durchsetzungsfähig unseren Planeten wieder in Obhut zu nehmen, um ihn für unsere Kinder und Enkel zu retten. Dazu gehört auch die Rückkehr zur Demut der Erde gegenüber, der wir aus Gewinnsucht und Machtstreben heraus in den letzten Jahrzehnten übel mitgespielt haben. Hier gibt es eine Menge gutzumachen – krempeln wir also die Ärmel hoch, und fangen wir an!

 

Dieses Thema wird uns auch im nächsten Neumondhoroskop beschäftigen, denn am 17.01.2021 wird das Quadrat von Jupiter und Uranus auf 6 Grad 43 Wassermann/Stier exakt. Wenn das Luftzeichen Wassermann auf den erdigen Stier trifft, eröffnet sich ein Feld, in dem wir all den Themen begegnen werden, die uns aktuell beschäftigen, u.a. auch der Umgang mit Natur (Uranus in Stier) und Wissenschaft (Jupiter in Wassermann). Mehr darüber zum nächsten Neumond.

 

Abschließend danke ich all meinen Leserinnen und Lesern für ihre Treue und die ermutigenden, schönen Kommentare im zu Ende gehenden Jahr und wünsche einen guten, sanften Start in das neue Jahr 2021! Vielleicht kann uns das Fehlen des Feuerwerks daran erinnern, dass es auch im „richtigen“ Leben nicht auf die lauten, sondern eher auf die leisen Töne ankommt. Ich persönlich freue mich auf die hoffentlich zahlreich läutenden Kirchenglocken, die ansonsten im Lärm der Raketen untergingen.

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

Horoskop für München erstellt
Horoskop für München erstellt

 

Jupiter/Saturn-Konjunktion  am 21.12.2020 um 19:21 Uhr

 

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ (Immanuel Kant)

 

Mit diesem Zitat hatte ich am 12.01.2020 meinen Artikel zur Saturn/Pluto-Konjunktion beendet und dazu bemerkt: „Dieser Satz, auch als kategorischer Imperativ bekannt, stellt ein ethisches Grundprinzip dar, das eine Richtschnur für alles menschliche Handeln sein könnte und sollte. Ja, das ist manchmal unbequem, aber es entspricht sinngemäß absolut dem Zusammengehen von Saturn und Pluto. Beide würden dann zwar arbeitslos – aber welch ein schöner Gedanke ist dies für die beginnende neue Epoche!“ Gleich vorweg: Arbeitslos wurden Saturn und Pluto nicht, im Gegenteil mussten sie Sonderschichten einlegen, um die Fülle an Regeln, Verordnungen und Gesetzen zu gebären, was vor allem dem Machtpotenzial (Pluto) zu einem exponentiellen Wachstum (Jupiter) verhalf. Dabei entwickelten beide Prinzipien eine beachtliche Kreativität, bei der Pluto nach langer Zeit wieder einige seiner Lieblingsbetätigungen neu auflegen durfte, zum Beispiel die der Diffamierung.

 

Ohne dass wir damals ahnten, welche Überraschungen uns das Jahr 2020 im weiteren Verlauf präsentieren würde, schwappten bereits Mitte Januar die ersten Anzeichen für eine krasse Kehrtwende aus China nach Europa hinein. Seit Mitte März, also vor neun Monaten, spürten wir am eigenen Leib, dass die Vorstellung, getrennt von anderen Nationen, Völkern und Menschen leben zu können, eine Illusion aus Neptuns Reich ist. Auf ungewöhnlich harte Art und Weise dürfte auch dem letzten Zweifler klargeworden sein, dass WIR ALLE auf diesem Planeten miteinander verbunden, dass wir EINS sind. Umso fleißiger wurden Versuche unternommen, mit Grenzschließungen (Saturn) und Einschränkungen (Saturn) der Reisefreiheit (Jupiter, Merkur) die unsichtbare Bedrohung durch winzig kleine Viren abzuwenden. Je nach der politischen Struktur einzelner Länder wurden Menschen in ihren Häusern eingeschlossen, mindestens jedoch einer weitgehenden Bewegungs- und Kontaktbeschränkung unterzogen. Viele Geschäfte mussten schließen, Mitarbeiter ins Homeoffice und Kinder in den Distanzunterricht am heimischen Rechner gehen. Alte Menschen in Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen wurden ohne Besuch von Angehörigen und Freunden wochenlang in ihren kleinen Zimmern isoliert. Selbst bei Kranken und Sterbenden waren zunächst keine Ausnahmen möglich, was später in Extremfällen unter massivem Druck der Straße mindestens für Sterbende gelockert wurde. Auch in diesem Geschehen finden wir durchgängig die Handschrift von Saturn, teils in Verbindung mit Pluto. Dabei mögen manche Protagonisten von zunächst ehrlichen Motiven geleitet worden sein, was am tatsächlichen Ergebnis jedoch nichts ändert.

 

In der Folge der nicht immer durchdachten Maßnahmen kam es im Sommer zur Bildung etlicher Protestbewegungen, was innerhalb kurzer Zeit zu einem tiefen Graben, einem Riss durch Land und Volk führte, der keine neuen Perspektiven mit sich brachte, sondern schmerzlich sichtbar machte, wie weit der Bogen gespannt ist bei den jeweiligen Erwartungen an die „neue Normalität“, die staatlicherseits (Saturn) beworben wurde. Kaum jemals wurde so deutlich, welche verheerende Wirkung es hat, wenn Gespräch und Diskurs aus nicht immer edlen Motiven, die der eigenen Agenda entspringen, verweigert werden. Die Entwicklung machte deutlich, dass Ausgrenzung Konflikte vertieft und niemandem hilft. Im Laufe dieses Jahres entfernten sich Freunde, Kollegen, Nachbarn, ja, sogar Mitglieder ein- und derselben Familie in bisher nicht gekannter Weise voneinander. Saturns Lauf durch sein eigenes Zeichen Steinbock brachte die ganze Härte staatlicher Gewalt und behördlicher Sinnfreiheit – seien sie noch so gut verpackt oder auch offen sichtbar – zum Vorschein, gegen die sich zunehmende Teile der Bevölkerung zur Wehr setzten. Ein mehr als besorgniserregender Zustand, der einer Vorstufe zum Bürgerkrieg  ähnelt (Mars/Pluto).

 

Nun, am Ende dieses chaotischen Jahres, haben Jupiter und Saturn ihren Weg im Steinbock beendet und sind in das unabhängige, freiheitsliebende Zeichen Wassermann umgezogen. Dort treffen sie sich am 21. Dezember 2020 auf 0 Grad 29 zu einer großen, bedeutsamen Konjunktion, die dem Eintritt der Gesellschaft als Ganzes, ebenso jedes Individuums in eine neue Ära des menschlichen Bewusstseins entsprechen kann. Dass ich hier den Konjunktiv wähle, hat den Grund darin, dass ein solcher Schritt den Mut voraussetzt, ein neues Denken zuzulassen.  Das beinhaltet, dass sich alle Menschen ihrer eigenen Fähigkeiten zum Informieren, Beurteilen, Denken und Entscheiden bewusst werden und danach handeln. Fatal wäre es, diese weiterhin auf eine Heilsbringerin oder einen Heilsbringer zu projizieren. Wir sind schon seit längerer Zeit gefordert, Stellung zu beziehen und diese zu begründen – abseits der Neigung, vorgekaute Meinungen zu konsumieren. Im Horoskop der Jupiter/Saturn-Konjunktion steht die Sonne auf dem Anfangsgrad im Steinbock in enger Konjunktion mit Merkur, dem Prinzip des Handels, der Kommunikation, aber auch der Tricks und Kniffe zu seinen Gunsten. Beide Planeten sind durch ein Halbsextil mit der Stellung von Jupiter/Saturn im Wassermann verbunden, die ihrerseits zunehmenden Abstand zu Pluto im Steinbock und damit zu dessen Machtbereich haben.

 

Auch wenn hinter dem Leid der Menschen ein tieferer Sinn steckt, was die Verbindung von Chiron in Widder im angenehmen Trigonaspekt zur Schütze-Venus nahelegt, bleibt es Aufgabe jedes Einzelnen, zurückzufinden zu einem wohlwollenden Verständnis für alle Positionen, die zum Ausdruck gebracht werden, ohne zu werten und/oder zu bewerten. Die Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit sondern ein Wert, dessen wir uns wieder bewusst werden sollten und den wir immer neu verteidigen müssen. Sie lebt davon, dass Meinungen offen geäußert werden dürfen, ohne dass sie zensiert, gelöscht, verteufelt oder verboten werden. Es braucht eine Haltung zu allem, was uns begegnet, wie sie Liebende einnehmen. Sie urteilen und beurteilen nicht, sondern lassen sich im besten Sinne überraschen von dem Neuen, was sich ihnen zeigt. Es ist eine zugewandte Bedingungslosigkeit, die trotzdem bei sich selbst bleibt und auf die eigenen Gefühle achtet, die untrügliche Zeichen senden, sobald wir uns auf diese Ebene einlassen. Die schöngeistige Venus im Schützen wirft einen Bewusstmachungsaspekt auf die exakte Konjunktion zwischen Uranus und Lilith im Stier im Bereich der öffentlichen Darstellung. Kultur und Kunst helfen uns dabei, über uns hinauszuwachsen, die eigenen Grenzen zu überwinden und bewusst mit unseren Zukunftsvisionen hinauszugehen in die Welt. Nicht Technokratie und Gesundheitsfetischismus werden unsere Leben retten, sondern liebende Verbundenheit und Hingabe an eine lebendige, fühlende Welt, die unsere Seele nährt zu unserem eigenen und dem Wohle aller Wesen, die hier mit uns gemeinsam leben. Mit dieser „neuen Normalität“ können wir noch so tiefe Gräben zuschütten und allem neu begegnen. Wir sehen uns!!!

 

© Helga Eichner

 

 

 

Neumondhoroskop für München
Neumondhoroskop für München

 

Neumond am 14.12.2020 um 17:17 Uhr

 

Der Mondfinsternis vom 30.11. folgt nun die zugehörige Sonnenfinsternis, die durch den Neumond auf 23 Grad 08 Schütze in Verbindung mit dem absteigenden Mondknoten auf 19 Grad 46 Schütze dargestellt wird. Mit im Bunde ist Merkur auf 20 Grad 05 Schütze, der damit sowohl zum Neumond, als auch zu der Mondknotenachse am absteigenden Mondknoten in Konjunktion steht. Dieser Mondknoten repräsentiert die Vergangenheit, das „Mitgebrachte“, wohin wir uns gerne in schwierigen Situationen flüchten, damit aber eher weniger Anerkennung finden. Die Entwicklungsaufgabe liegt immer am gegenüberliegenden Punkt, dem aufsteigenden Mondknoten im Zeichen Zwillinge. Da dieser in unseren Breiten ins zwölfte Haus fällt, in den Bereich des Unbekannten, Ungesagten, der Ruhe, Abgeschiedenheit und Kontemplation, ist es sinnvoll, uns zunächst über unsere Gefühle klarzuwerden und damit in der Stille zu bleiben, bis  wir uns öffentlich äußern können. Der einzige entspannte, gradgenaue Trigon-Aspekt dieses Horoskops verbindet die Neumondkonstellation mit Mars auf 20 Grad 43 Widder. Dieser ist zusätzlich durch ein herausforderndes Quadrat mit Pluto auf  23 Grad 38 Steinbock verbunden, was bei den aktuellen Themen auf tiefe Ressentiments und Ängste, aber auch auf verdeckte, möglicherweise unlautere Absichten hinweist.

 

Der Planet Neptun auf 18 Grad 13 Fische ist mit den beiden Polen dieser Mondknotenachse durch ein T-Quadrat verbunden. Für mich ein Apell, bei allen Unterschieden und Problemen die Menschlichkeit im Miteinander, aber auch im Gegeneinander nicht zu vergessen. In welcher Welt wollen wir leben? Haben wir eine Vision, die stark genug ist, um auch in schwierigen Situationen einen Weg zu finden, diese hochzuhalten und zu gestalten? Was wollen wir mitnehmen, wenn es darum geht, eine andere, neue Welt zu bauen? Woran hängt unser Herz? All diese Fragen sind mit mehr oder weniger starken Gefühlen verknüpft, die wir uns bewusst machen sollten, um gute Entscheidungen für unser weiteres Leben fällen zu können.

 

Das Tierkreiszeichen Schütze, in den diese Sonnenfinsternis fällt, beinhaltet auch die Suche nach der Wahrheit, die alles überdauert. Das kann unsere ganz persönliche Wahrheit betreffen, aber ebenso die Suche nach einer übergeordneten „ewigen“ Wahrheit, nach etwas unumstößlich Wahrem, das uns über den Alltag erhebt. Hier können wir in höhere geistige Sphären aufsteigen und eine umfassende Transformation unseres irdischen Lebens erfahren. Es ist letztlich die immerwährende Suche nach dem höheren Sinn unserer Existenz. Visionen werden geboren, die uns helfen, auch die Niederungen des ganz normalen täglichen Lebens zu meistern. Es geht dabei aber auch immer um Ausgleich der Polaritäten, denn gegenüber dem Schützen sehen wir das Zeichen der Zwillinge. Dort warten Freude und Leichtigkeit im täglichen Miteinander, die interessante Nachricht zum Weitergeben, die am nächsten Tag abgelöst wird von neuen Nachrichten. In diesem Zeichen geht es um das leichte, aber nicht seichte Miteinander, die Kunst des Smalltalks, des gesellschaftlich lockeren Umgangs miteinander. Der aufsteigende Mondknoten, der dort gegenüber dem Neumond steht, lehrt uns, diese Fähigkeiten mit den vorher erwähnten Qualitäten des Schützezeichens zu verknüpfen. Wir tun gut daran, in beiden Sphären zuhause sein, um adäquat reagieren zu können.

 

Sonnenfinsternisse sind tiefgehende Erlebnisse, die sich über einen langen Zeitraum auf unseren Alltag auswirken. Vielleicht erinnert sich jemand an die große Sonnenfinsternis im August 1999? Ich erlebte dieses Naturschauspiel im Kreise vieler Menschen auf der Burg Breuberg am Fuß des Odenwalds. Niemals werde ich vergessen, welche beklemmende Ruhe sich ausbreitete, als die Sonne mehr und mehr verschwand, es trotz des Sommerwetters kühl wurde, die Vögel ihr Zwitschern einstellten, Hunde Schutz suchten bei ihren Besitzern. Die herumstreunenden Katzen waren verschwunden, die Menschen beendeten ihre vorher lebhaften Gespräche – es legte sich eine bedeutungsvolle, angespannte Stille über die etwa 50-60 versammelten Menschen. Selbst das Didgeridoo schwieg. Und welch eine Erlösung, als sich der erste schmale Streifen der Sonne wieder am Himmel zeigte und schnell an Umfang zunahm. Die Wärme und das Leben kamen wieder zurück und wurden mit Klatschen, Lachen und Singen gefeiert! Solche Erlebnisse haben eine große Transformationskraft, die wir auch bei „normalen“ Sonnenfinsternissen für uns nutzen können. Eine sehr gute Zeit für unsere persönlichen Visionen, die in die Zukunft weisen!

 

Zu der bedeutsamen Jupiter/Saturn-Konjunktion am 21. Dezember, die mit der Wintersonnenwende und der exakten Lilith/Uranus-Konjunktion zusammenfällt, schreibe ich an gleicher Stelle einen zusätzlichen Beitrag!

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

 

Horoskop für München erstellt
Horoskop für München erstellt

Saturn/Pluto-Konjunktion im Steinbockzeichen am 12. Januar 2020

um 18:00 Uhr

 

Man kann der Verantwortung für morgen nicht entkommen,

 indem man sich ihr heute entzieht.

                       (Abraham Lincoln)

 

Nun ist sie da, die von Vielen sehnsüchtig bis angstvoll erwartete Konjunktion von Saturn und Pluto als Beginn einer neuen Epoche! Heute, am 12. Januar 2020, treffen sich beide Planeten um 18:00 Uhr auf 22°46 im Tierkreiszeichen Steinbock. Dazu gesellt sich die Sonne auf 21°56‘ und Merkur auf 23°14 Steinbock, so dass wir es mit einem enggestellten Stellium mit hoher Energie zu tun haben. Für Neuanfänge, die jede Konjunktion begleiten, stellt dies eine gute Ausgangsbasis dar. Dass aller Anfang nicht nur schwer ist, sondern oft auch im Chaos beginnt, zeigt uns das Aspektbild mit ausnahmslos offenen Strichen, die sich kreuz und quer fast orientierungslos über die Mitte des Horoskops ziehen. Das Zusammenspiel klappt scheinbar noch nicht so gut, es muss erst gefunden werden.

 

Die letzte Konjunktion fand im Jahre 1982 auf 26°Waage statt, die letzte Konjunktion im Steinbockzeichen jedoch bereits vor 502 Jahren. Zu dem Zeitpunkt formulierte Martin Luther seine revolutionären Thesen gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche, schlug sie öffentlich an das Portal der Schlosskirche in Wittenberg und löste damit gewaltige Umbrüche in Kirche und Staat aus. Wer mit offenen Augen schaut, wird eine dem Wesen nach ähnliche Situation in der Gegenwart erkennen, die jedoch nicht auf unser kleines Land begrenzt ist. Dank der modernen Kommunikationskanäle werden wir täglich Zeuge von Naturkatastrophen, Unruhen, Kriegen und „schwerer See“ rund um den Globus. Früher war es die Sklavenhaltung und Politik der Feudalherren, die unsägliches Leid über große Teile der Menschheit brachten. Heute nimmt diesen Platz die weltweite Politik der Globalisierung ein, die Menschen hungern lässt, die die Ausbeutung der Bodenschätze in nie geahnter Hektik vorantreibt, so dass sich viele Menschen gezwungen sehen, ihr Heimatland zu verlassen, um anderenorts wenigstens eine kleine Chance auf Nahrung, Bildung und Arbeit zu haben.

 

Alle Zeichen stehen auf Veränderung, was zusätzlich dadurch befeuert wird, dass Uranus gestern, am 11. Januar 2020 um 02:49 Uhr, seine fünfmonatige Rückläufigkeit beendet hat und nun in der Direktläufigkeit für den notwendigen Rückenwind sorgen wird. Im Horoskop der Saturn/Pluto-Konjunktion steht er auf 2°39‘ im Stierzeichen als Taktgeber ganz oben in der Himmelsmitte. In den letzten Tagen gab es genügend Gelegenheit, sich von seiner erwachenden Aktivität zu überzeugen. Ein Aspekt zum Schütze-Mars erklärt die im Hintergrund lauernde Kriegsgefahr, aktuell im Nahen Osten zwischen Iran und den USA.

 

Was kann diese Konstellation nun für uns im persönlichen Leben bedeuten? Wir assoziieren Saturn mit Selbstverwirklichung, an deren Anfang jedoch die Selbstdisziplin steht, um mit anderen Menschen in einer Gruppe leben zu können. Er steht ebenfalls für die Übernahme von Verantwortung für uns selbst und für die Menschen, mit denen wir uns verbunden fühlen. Saturn ist in erster Linie ein überpersönlicher Planet, was bedeutet, dass es vor allem um das Wohl der Gruppe geht, zum Beispiel die Familie, der Freundeskreis, die Kollegen in der Arbeitsstelle, aber auch das einer Firma oder Organisation. Hier endet im Zweifel das Recht des Einzelnen, wenn dadurch das Bestehen oder Wohlergehen einer Gruppe gefährdet wird. Welcher individuelle Lebensbereich davon betroffen ist, sehen wir im jeweiligen Geburtshoroskop an der Häuserstellung, in der die große Konjunktion fällt.

 

Pluto stellt uns große Kraftreserven zur Verfügung, die im Zusammenhang mit saturnischen Lebensthemen hilfreich eingesetzt werden können. Sträuben wir uns jedoch, diese Veränderungsprozesse zu akzeptieren, dann müssen sie von außen an uns herangetragen werden, wo wir zum Beispiel mit dem Themenpaar Macht/Ohnmacht als Täter oder Opfer konfrontiert werden könnten. Pluto, der auch als Gott der Unterwelt gilt, konfrontiert uns mit Themen wie Loslassen (von Dingen) und Beenden (von Situationen oder Ereignissen). Er fordert Bereitschaft zu lebenslanger Veränderung, damit wir weiterwachsen, uns einem höheren Bewusstsein öffnen.

 

Vor einigen Tagen hörte ich in einer Kabarettsendung eine witzige Passage zu Kreuzworträtseln: Wenn man sie nicht lösen kann, gibt es genau zwei Möglichkeiten. Man gibt sich Mühe, um die Lösung zu finden oder kauft sich ein Malbuch. Ich finde, dass dieses Beispiel perfekt unsere beiden Möglichkeiten skizziert, mit Veränderungsenergien umzugehen. Es kostet vielleicht Anstrengung, die Themen, die uns dieser Epochenwechsel aufgibt, zu lösen, aber es wird uns weiterbringen und zufriedener machen. Wir sind am Ende nicht mehr die, als die wir begonnen haben. Wählen wir den Buntstift und malen uns die Welt, wie sie uns gefällt, so ist das zwar als Kinderbuch ganz lustig. Im wirklichen Leben wird diese Methode nicht taugen, um Pluto zu überzeugen. Wir drehen uns dabei ständig um unsere eigene Achse, weichen unseren Lebensthemen aus, wobei bestenfalls ein Stillstand dabei herauskommt. Dass Stillstand aber Rückschritt bedeutet, wissen wir alle sehr gut.

 

Der Wille, etwas zu bewegen, führt uns vielleicht zu der Frage, wie wir handeln könnten? Eine Antwort habe ich bei dem großen Denker und Philosophen Immanuel Kant gefunden: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Dieser Satz, auch als kategorischer Imperativ bekannt, stellt ein ethisches Grundprinzip dar, das eine Richtschnur für alles menschliche Handeln sein könnte und sollte. Ja, das ist manchmal unbequem, aber es entspricht sinngemäß absolut dem Zusammengehen von Saturn und Pluto. Beide würden dann zwar arbeitslos – aber welch ein schöner Gedanke ist dies für die beginnende neue Epoche!

 

© Helga Eichner