Vollmondhoroskop für München erstellt
Vollmondhoroskop für München erstellt

Vollmond am 19.04.2019 um 13:13 Uhr

 

Deutlicher als bei diesem Vollmond kann sich nicht zeigen, dass die Zeit für große Veränderungen gekommen ist. Der Mond auf 29 Grad Waage steht der Sonne auf 29 Grad Widder exakt gegenüber, die ihrerseits eine Konjunktion mit Uranus auf 2 Grad Stier bildet. Eine sehr starke Opposition, steht sie in unseren Breitengraden doch gradgenau auf der IC/MC-Achse, den Toren in das vierte bzw. das zehnte Haus. Der Mond fällt in den Bereich der Herkunft und Generationenfolge, des eigenen Zuhauses und der Familie, allgemeiner ausgedrückt ist das auch der Bereich der Geborgenheitswünsche und des Rückzugs vor der Unbill „da draußen“. Im gegenüberliegenden zehnten Haus, dem Bereich der Öffentlichkeit, der Berufung, der Außenwirkung und der Karriere, finden wir die Sonne mit ihrem kurzfristigen Weggefährten Uranus. Es ist also wahrscheinlich, dass dieser Bereich am ehesten von Veränderungen betroffen sein wird.

 

Das vierte Haus mit dem Mond an der Spitze entspricht dem Hafen, in den wir uns zurückziehen können zum Luftholen, Ausspannen und Auftanken, in dem wir Geborgenheit und Schutz finden, während wir im zehnten Haus aufgefordert sind, in aller Öffentlichkeit aktiv zu werden und uns für die Gesellschaft, in der wir leben, zu engagieren. Damit sind keine Sonntagsreden gemeint, vielmehr zum Beispiel unsere Arbeit in einem Beruf, der uns am Herzen liegt, den wir kompetent und gerne ausüben, aber auch unsere Einstellung zu den Fragen der Zeit, die wir vielleicht mit anderen Menschen diskutieren. Begeisterung für das, was wir täglich tun, bringt uns persönliche Befriedigung und ist damit eine unschätzbare feste Größe für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, gibt sie diesem empfindsamen Gebilde doch ein stabiles, sicheres Fundament. Wir alle möchten wie Bäume unsere Wurzeln verankern, um einen festen Halt zu haben. Erst dann sind wir in der Lage, unsere Flügel wachsen zu lassen, die uns in Höhen tragen können, von denen wir noch nicht einmal geträumt haben. Das ist kein Egotrip, wie es oft dargestellt wird, sondern eine zutiefst soziale Vorbildfunktion für all die mit und neben uns, die unser Verhalten inspiriert und die im besten Falle dadurch ihre eigene Begeisterung für ungelebte Träume entdecken. Im Tarot entspricht das dem Eremiten (IX), der seinen steinigen Weg bis zum oberen Plateau der Bergkette in Abgeschiedenheit geht und mit seiner Laterne nach erfolgtem Anstieg den Weg anderer Menschen beleuchtet.

 

Ein solches Verhalten ist übrigens auch die beste „Vorsorge“ vor unliebsamen Überraschungen im Blick auf die vor uns liegende Zeit. Wir greifen das Anliegen von Uranus dann nämlich bereits auf, indem wir uns aus eigenem Antrieb in Bewegung setzen, uns immer wieder verändern und akzeptieren, dass tatsächlich nichts in Stein gemeißelt ist. Solange wir die kommenden Planetenqualitäten in einer uns angemessenen Art und Weise zum Ausdruck bringen und damit dem Kosmos unsere eigenen Ideen anbieten, laufen wir kaum Gefahr, unangenehme Umwälzungen hinnehmen zu müssen. Vielleicht gibt es kleinere Feinjustierungen, die dann eher von uns verkraftet werden. Und mit der Zeit erreichen wir eine ungleich höhere Lebensqualität, die wiederum zu wahrer Sicherheit führen wird – wir sind in Bezug auf uns selbst sicherer geworden.

 

Diese zunehmende Selbstsicherheit ist ein ideales Tool, das uns den Weg durch die nächsten Jahre erleichtern wird. Damit sind wir bestens ausgerüstet, um dem doch strengeren Blick der Planeten Saturn und Pluto im Steinbock, die am 12.01.2020 eine exakte Konjunktion eingehen, welche aber bereits in diesem Jahr zu wirken beginnt, zuvorzukommen, weil wir die Stoßrichtung vorher selber festgelegt haben. Ich vergleiche diese Situation gerne mit dem Besuch eines Gerichtsvollziehers: Es hilft nichts, sich unter der Tischdecke zu verstecken in der Hoffnung, er wird nach erfolglosem Klingeln wieder gehen. Das tut er sogar, aber sehr wahrscheinlich führt sein Weg spätestens beim dritten Mal zum Starten der nächsten Stufe, an deren Ende nicht selten ein Prozess (Saturn) steht, der Zeit, Nerven und Geld kostet.  Aus diesem diabolischen Kreis kommen wir letztlich nicht mehr heraus, weil wir das Handeln anderen überlassen und uns damit in plutonische Abhängigkeit begeben haben. Zusätzlich kostet es (meist) viel Geld, das wir anderenfalls für uns hätten ausgeben können. Machen wir doch Listen, in denen wir aufschreiben, wo wir Änderungspotenzial sehen und was unangetastet bleiben soll. Das Ziel sollte mindestens eine Ausgewogenheit zwischen beiden Listenspalten sein. Ja, und dann machen wir uns einfach an die Arbeit – Uranus wird sich freuen. Ganz neben sind viele Erkenntnisse dabei vorprogrammiert!

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

 

Vollmondhoroskop für München erstellt
Vollmondhoroskop für München erstellt

Vollmond am 21.03.2019 um 02:43 Uhr

 

Knapp vier Stunden vor diesem Widdervollmond tritt am 20. März um 23 Uhr die Sonne in das Widderzeichen ein. Damit beginnt das astrologische Jahr 2019 unter der Herrschaft des Planeten Merkur, das heißt, dass Kommunikation, Gedankenaustausch und wirtschaftliche Angelegenheiten besondere Beachtung finden sollen und werden. Zum Vollmond stehen sich die Widdersonne und der Waagemond auf 0 Grad 10 ihrer jeweiligen Zeichen gegenüber, wobei die Sonne eine enge Konjunktion mit Chiron auf 1 Grad 44 Widder eingeht.

 

Beeindruckend im Vollmondhoroskop ist die Aspektfigur des waagerechten verlaufenden Wanne-Vierecks, in der die Planeten Jupiter im Schützen, Venus und Lilith im Wassermann, Mars im Stier und der aufsteigende Mondknoten im Krebs miteinander verbunden sind. Diese Figur erhält ihre spannungsgeladene männliche und weibliche Energie durch einen Quadrataspekt – oberhalb der Sonne gelegen – zwischen Venus/Lilith und Mars. Damit setzt dieser Vollmond das bereits im Neumondhoroskop angesprochene Thema der Beziehungen jeder Art fort. Die nach oben geöffnete Wanne zwischen Jupiter im Schützen und dem aufsteigenden Mondknoten betont aus meiner Sicht nochmals die Notwendigkeit, uns füllen zu lassen von unserer Gefühlswelt, den Emotionen Platz zu geben in unserem Leben, um dadurch innerlich zu wachsen (Jupiter) und auf unserem eigenen Entwicklungsweg (Mondknoten) voranzugehen.

 

Gefühlswelt (Mond) und Handlungswille (Sonne) gehören untrennbar zusammen. Wo diese beiden Pole auseinanderdriften, kann es keine Vollständigkeit, keine Ganzheit geben. Viele Menschen fürchten ihre eigenen Emotionen, möchten sie am liebsten ignorieren, negieren und sich nur mit der Widderqualität, dem Handeln und Tun, identifizieren. Andere fürchten die Emotionen aus ihrem Umfeld, seien es Eltern, Partner, Kinder oder Freunde, Kollegen und Nachbarn. Sie versuchen, sich anzupassen, verbiegen sich dabei bis zur Unkenntlichkeit und hoffen, durch ihr Zurücknehmen ein konfliktfreies Miteinander zu erreichen. Eine solche Haltung wird den beabsichtigten Effekt vielleicht zeitweise erreichen, jedoch meist um den Preis der Selbstaufgabe. Eine gute Lösung sieht anders aus! Die Sonne im Widder will Neuanfänge mit frischen Ideen und keine Neuauflage abgestandener Entwürfe, die bis jetzt nicht funktioniert haben. Chiron, der verletzte Heiler, erinnert uns daran, dass Heilung nur geschieht, wenn alte Verletzungen neu angeschaut und befriedet werden. Es liegt allein in unserer Hand, ob wir uns um des lieben (Un-)Friedens willen weiterhin nach den Mustern der Vergangenheit verhalten wollen oder bewusst eine neue Zukunft gestalten, in der unsere Pläne ihren wohlverdienten Platz bekommen.

 

Die Sabischen Symbole zum ersten Widdergrad (Sonne) bringen es auf den Punkt: „ … Das Bild beschreibt die wechselseitige Abhängigkeit zwischen der emotionalen Ebene und den zielgerichteten Aspekten des Selbst. Das Schlüsselwort lautet Verwirklichung. Positiv ausgedrückt, symbolisiert dieser Grad die Grenzenlosigkeit der Erfahrungen, auf die wir in jeder Situation zurückgreifen können. Negativ ausgedrückt, ist das Versäumnis angedeutet, einen Platz im Leben zu finden, weil das Selbst sich nicht von seinen fixen Ideen zu distanzieren vermag.“ Ebenso aussagekräftig ist der erste Waagegrad (Mond): „ … Jeder Mensch wird dank seiner Natur zu einem unterscheidbaren Wesen, das sich weiterentwickelt und seinem eigenen Selbstausdruck dient. Das Schlüsselwort lautet Artikulation. Positiv ausgedrückt, symbolisiert dieser Grad die Einsicht in die Notwendigkeit, die eigene Charakterstärke auf Ziele zu richten, die die Seele wirklich befriedigen. Negativ ausgedrückt, ist der Verlust des wahren Selbstseins durch sinnlose Unterwerfung unter die Welt und durch Konformität mit ihren Vorgaben angedeutet.“

 

Schließen wir Frieden mit den vielfältigen Enttäuschungen der Vergangenheit und bündeln wir all unsere Energien, um mit Mut und Vertrauen die Zukunft zu gestalten. Dies gilt sicher zunächst für uns auf der persönlichen Ebene, aber ebenso für unsere Erde und alle darauf lebenden Wesen. Der Vollmond kann uns dabei stärken und unterstützen!

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

 

Neumondhoroskop für München erstellt
Neumondhoroskop für München erstellt

Neumond am 06.03.2019 um 17:05 Uhr

 

Der letzte Neumond in dem sich zum Ende neigenden astrologischen Jahr findet statt auf 15 ¾ Grad im Zeichen Fische in enger Konjunktion zu Neptun auf 16 Grad Fische. In unserem Breitengrad fällt diese Konstellation in das siebte Haus, das für Partnerschaften und enge Beziehungen im privaten und beruflichen Umfeld steht. Es ist immer wieder ein Streitpunkt zwischen Menschen, den Begriff „Beziehung“ zu definieren und auf sich anzuwenden oder eben auch nicht. Das kann man machen, muss es aber nicht! Hier richte ich mich persönlich gerne nach Bert Hellinger, für den alle Menschen, die mit anderen Menschen (Kollegen, Nachbarn, Freunde, Partner) einen nicht nur einmaligen Umgang pflegen, Beziehungen zu diesen unterhalten. Mir gefällt diese Sichtweise, weil sie eine Gegenposition zu der weitverbreiteten Unverbindlichkeit im Kontakt miteinander aufzeigt und uns auch bei loseren Umgangsformen nicht aus der Verantwortung entlässt, sorgsam damit umzugehen. Der vom  5. bis 28. März 2019 rückläufige Merkur gibt uns Gelegenheit, unsere Sicht in Bezug auf Menschen in unserem Umfeld zu überdenken und gegebenenfalls zu revidieren.

 

Obwohl das Zusammentreffen von Sonne und Mond in den Fischen wie beim letzten Vollmond eher eine auflösende Qualität darstellt, können sich, ausgelöst durch andere begleitende Konstellationen,  auch erste Anzeichen für weiterreichende Veränderungen abzeichnen. Dies betrifft die beginnende Konjunktion von Pluto und Saturn im Steinbockzeichen, die einen Sextilaspekt zum Neumond werfen, wobei Pluto auf 22 ½ Grad dem absteigenden Mondknoten in Steinbock auf 24 Grad schon sehr nahe gekommen ist. Saturn verweilt noch auf 18 Grad Steinbock, beeinflusst aber bereits das Geschehen in diesem Monat in Vorbereitung auf die große Konjunktion von Jupiter, Saturn und Pluto im Januar 2020, also in zehn Monaten. Im April beginnen bei Jupiter (10.04.), Pluto (24.04.) und Saturn (30.04.) die jährlichen Rückläufigkeiten, die bis zum Spätsommer/Herbst dauern. Möglicherweise werden wir jetzt mit neuen Themen konfrontiert, die zwar schon vage spürbar sind, uns aber bis zum Ende dieser rückläufigen Periode Zeit lassen, sich intensiver damit zu beschäftigen, ohne jedoch bereits handeln zu können/müssen. Je besser wir diese Phase des Nachdenkens oder Überarbeitens nutzen, umso leichter werden uns eventuell anstehende Veränderungen fallen.

 

Gemäß dem absteigenden Mondknoten in Steinbock ist es wahrscheinlich, dass dabei die Vergangenheit in irgendeiner Form eine Rolle spielt. Vielleicht melden sich Menschen, mit denen der Kontakt verloren gegangen ist, oder wir werden durch aktuelle Ereignisse an frühere Situationen erinnert, die nun in einem neuen Licht erscheinen könnten. Vielleicht sind es aber auch innere Prozesse, die eine Neubewertung, eine Aussöhnung oder einen endgültigen Abschied erfordern. In jedem Fall sollten wir uns Zeit dafür nehmen und nichts über das berühmte Knie brechen! Der aufsteigende Mondknoten im Zeichen Krebs zeigt, was in turbulenten Zeiten hilfreich wird, nämlich die Zugehörigkeit zur Familie und Freunden, zu Menschen, mit denen wir Gemeinsames erleben und teilen können, wobei es nicht so dramatisch zugehen muss wie in Goethes Wahlverwandtschaften. Zusammenhalt und Eintreten füreinander sind nicht nur wichtig für Hilfesuchende, sondern auch für unser aller Lebensgefühl und unsere Verbundenheit  in und mit dieser Welt, in der wir leben. Schütze-Jupiter unterstützt unseren Weg, über den liebgewordenen Tellerrand hinauszuschauen, ohne die Sicherheit des Vertrauten zu verlieren. Nachdem Uranus am Tag des Neumondes endgültig in das Zeichen Stier umgezogen ist, dürfen wir das mit seiner Hilfe in kleinen, aber stetigen Schritten ausprobieren. Nur Mut – es gibt immer etwas zu entdecken!

 

© Helga Eichner