Neumondhoroskop für München
Neumondhoroskop für München

Neumond am 16.04.2018 um 03:57 Uhr

 

Mit diesem Neumond beginnt langsam eine aktivere, jedoch auch herausfordernde Zeitqualität, in der neue Themen gesetzt werden. Der Planet Merkur ist am 15.04. vormittags auf 4 ¾ Grad Widder direktläufig geworden und nimmt ab dem späten Neumondabend Fahrt auf. Ruhende Projekte dürfen also wieder in Betrieb genommen und neue Pläne angeschoben werden. Sonne und Mond finden sich am frühen Morgen des 16.04. zu ihrem monatlichen Rendezvous auf 26 Grad Widder ein und werden dabei begleitet von dem Planeten Uranus auf 28 Grad Widder. Diese „Anstandsdame“ ist allerdings, wie wir wissen, für jede plötzliche Überraschung gut, und kurz vor ihrem Eintritt ins Tierkreiszeichen Stier am 15.05., dem nächsten Neumond, könnte ihr bestimmt noch ein passendes Abschiedsgeschenk einfallen. Vorsicht ist also angesagt, falls wir uns aufgerufen fühlen, mal eben die Welt aus den Angeln heben zu wollen.

 

Ein wichtiges, diesen Neumond begleitendes Ereignis ist der Wechsel des Planetoiden Chiron am 17.04. vom Fische- ins Widderzeichen. Chiron hat in den letzten sieben Jahren vor allem religiöse, spirituelle und soziale Themen sichtbar gemacht, die viele Menschen verunsichert haben. Den Fischen zugehörig sind ebenfalls Eigenschaften wie Empathie, überpersönliche Liebe und allgemein das Mitgefühl für leidende Kreaturen. Wir wurden zum Beispiel konfrontiert mit einer großen Zahl an Flüchtlingen aus Ländern, in denen Krieg und Missernten herrschen und die ihrer Bevölkerung keine Grundlagen für ein menschenwürdiges Leben bieten können oder wollen. Konfrontiert mit diesem Exodus, der sich schon seit langer Zeit ankündigte, war und ist bis heute vor allem die Politik oft nicht in der Lage, in angemessener Weise darauf zu reagieren. In weiten Teilen unseres Landes haben sich deshalb Freiwillige, in hohem Maße junge Menschen, in berührender Art und Weise dieser Verzweifelten angenommen und ein beeindruckendes Beispiel für bedingungslose Nächstenliebe und aktives Bürgerengagement gegeben. Diese Krise schürte bei einem Teil der Bevölkerung jedoch auch massive Ängste, die einen eklatanten Vertrauensverlust in die staatlichen Regulierungsstellen und Sicherheitskräfte nach sich zogen. Daraus resultierte der Ruf nach einer „starken Hand“, der sich vor allem in zunehmendem Rechtsextremismus und Forderungen nach mehr Kontrolle äußerte.

 

Im Widderzeichen geht es nun um Themen der Durchsetzung (des eigenen Willens), ums (eigene) Überleben, um unangenehme Gefühle wie Aggression und Wut und unsere Reaktionen darauf. Wir werden konfrontiert mit unserer eher unbewussten Triebwelt, mit Verletzungen und unseren entsprechenden Abwehrreaktionen, also mit unseren Schattenbereichen, die wir lieber für uns behalten möchten. All dies wird uns in den nächsten Jahren beschäftigen, denn Chiron sorgt dafür, dass diese Verstecke durchleuchtet und damit sichtbar werden. Dabei sind wir aufgefordert, den Prozess aus uns selbst heraus zu unterstützen, zum Beispiel, indem jede/r Einzelne vor seiner eigenen Haustüre kehrt, anstatt mit dem ausgestreckten Finger auf scheinbar andere Verursacher unserer Probleme zu deuten. Aktive Eigeninitiative ist geboten, um Konflikte und Streitigkeiten zu entschärfen und vertrauensvoll zu Versöhnungen bereit zu sein. Eine solche Haltung bewahrt uns davor, zu verzweifeln und aus diesem Gefühl heraus herzlos zu reagieren.

 

Da der Planet Saturn am 17.04. für knapp fünf Monate auf 9 Grad Steinbock rückläufig wird, ist damit zu rechnen, dass amtliche Vorgänge und Verfahren, Verantwortlichkeiten und Strukturen in Behörden und Organisationen sowie Autoritätspersonen und ihre Handlungsweisen in starkem Maße beobachtet und hinterfragt werden. Sollten nicht Konstellationen im persönlichen Horoskop dagegen sprechen, wird es hier eher um gesellschaftliche Ereignisse gehen, die im Laufe dieses Jahres aufbrechen und entsprechende Konsequenzen fordern werden. Alles in allem beginnt nun eine Zeitspanne, die von den Menschen, die eher darauf hoffen, dass dieser Kelch an ihnen vorübergehen möge, eher unangenehm erlebt wird. Es wäre tatsächlich eine schlechte Entscheidung, denn das wird ganz sicher nicht passieren. Seien wir also mutig und stellen uns der Aufgabe, persönlich und gemeinschaftlich die Voraussetzungen für die erhoffte „bessere“ Welt zu erschaffen!

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

Vollmondhoroskop für München
Vollmondhoroskop für München

Vollmond am 31.03.2018 um 14:36 Uhr

 

Am letzten Märztag gibt es einen zweiten Vollmond im gleichen Monat mit der Sonne auf 10 Grad 44 Widder und dem Mond auf derselben Gradzahl im Zeichen Waage. Die Sonne steht dabei in  Konjunktion mit dem seit 23. März rückläufigen Planeten Merkur auf knapp 13 Grad Widder. Gleichzeitig besteht eine Spannungsfigur, das sogenannte T-Quadrat, zwischen der Vollmondkonstellation und den Planeten Saturn und Mars auf knapp 9 Grad beziehungsweise knapp 8 Grad im Steinbockzeichen. Insgesamt ergibt sich daraus ein anspruchsvolles Spannungsfeld, das vielfältige Möglichkeiten bereithält:

 

Mit dem Mond in der Waage sind vor allem Beziehungsthemen angesprochen, insbesondere die Art und Weise, wie miteinander kommuniziert wird. Das gilt neben Partnerschaften und Freundschaften auch für den Bereich der beruflichen Kooperation  Es ist denkbar, dass in gemeinsamen Gesprächen Lösungen für seit längerem vorhandene Konflikte gefunden werden können, wenn wir nicht nur unseren Verstand sprechen lassen, sondern in allen Belangen darauf achten, was unser Herz dazu sagt. In Tarotdecks finden wir die Karte „Die Liebenden“, deren Bedeutung die Herzensentscheidung ist. Sie legt uns nahe, Entscheidungen immer auch daraufhin zu prüfen, ob unser Herzblut in die Angelegenheit fließt, um die es geht.

 

Gleichzeitig besteht die Gefahr einer weiteren Eskalation, wenn Gesprächspartner nicht bereit sind, aufeinander zuzugehen und stattdessen vorrangig eigene Interessen durchbringen zu wollen. Fehlende Kompromissbereitschaft führt dann mit ziemlicher Sicherheit zu steigenden Aggressionen auf beiden Seiten und damit zu einer Verhärtung der Situation.

 

Der rückläufige Merkur in Verbindung mit der Widdersonne legt nahe, Dinge zu überarbeiten, sie zu überdenken und nicht unüberlegt zur Tat zu schreiten, koste es, was es wolle. Manchmal empfiehlt es sich, vor dem Abschluss stehende Projekte auf die sprichwörtliche lange Bank zu schieben und nochmals zu überprüfen. Nicht selten stellt sich heraus, dass „Kleinigkeiten“ übersehen wurden, die sich schnell zu Stolpersteinen entwickelt hätten, wenn der Startschuss während der Rückläufigkeit von Merkur gegeben worden wäre. Diese dauert in der aktuellen Phase bis zum 15. April.

 

Zusätzlich mahnt das Quadrat zu Saturn und Mars im Steinbock Verantwortungsbereitschaft an für alles, was unter unserer Regie auf den Weg gebracht wird. Wir sind aufgefordert, den Dingen – was immer es sein mag – ausreichend Zeit zum Reifen einzuräumen, damit die Ergebnisse unseren Erwartungen standhalten können. Impulsivität und Eile sind zurzeit keine guten Ratgeber, dafür ist Geduld gefragt. Provokationen und Unbeherrschtheit sollten wir in jedem Fall vermeiden, wenn wir unsere Nerven schonen wollen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Osterfest mit viel Zeit zum Abschalten und Erholen. Glauben Sie an sich und Ihre Intuition und haben Sie keine Angst, diese auch zu nutzen.

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

Neumondhoroskop für München
Neumondhoroskop für München

Neumond am 17.03.2018 um 14:11 Uhr

 

Kurz bevor sich bis auf den sehr langsam laufenden Planeten Neptun das Fischezeichen leert, ereignet sich dieser Neumond auf knapp 27 Grad Fische in enger Konjunktion mit Chiron auf 28 Grad Fische. In unseren Breitengraden fällt diese Konstellation in den Horoskopbereich des neunten Hauses, bei dem es um das Überschreiten äußerer und innerer Grenzen und damit um Bewusstseinserweiterung geht. Ein harmonischer Trigon-Aspekt zum rückläufigen Jupiter auf 23 Grad Skorpion unterstreicht die Bedeutung und unterstützt uns bei dieser Aufgabe. Mars, der am späten Nachmittag vom Feuerzeichen Schütze in den erdigen Steinbock wechselt, ist ebenfalls mit einem herausfordernden Quadrat-Aspekt an der Neumondkonstellation beteiligt und dämpft hoffentlich die politische Kampfstimmung in der Welt, indem er uns an die gemeinsame Verantwortung für das Wohl der Menschen erinnert.

 

Die Planeten Venus und Merkur sind seit dem letzten Vollmond bereits in das Widderzeichen auf 13 bzw. 15 Grad vorgerückt. Ihnen folgen der Mond am Abend des Neumondtages und die Sonne am 20. März, dem astrologischen Beginn des Venus-Jahres 2018. Es herrscht Wechselstimmung im Horoskop, denn auch Chiron verlässt am 17. April nach siebenjähriger Reise das Fischezeichen. Die Themen, die bereits im Vollmondhoroskop vom 2. März angesprochen wurden, stehen weiterhin im Vordergrund. Es geht vor allem um das Annehmen von Schmerz, Verletzung und Trauer, das  unabdingbar zu unserer menschlichen Existenz auf dieser Erde gehört. Sehr oft glauben wir, uns wehren und dagegen ankämpfen zu müssen. In aller Regel verschlimmern wir damit unsere Situation, denn Widerstand führt immer dazu, dass das, wogegen wir uns wehren, erst recht unser Leben bestimmt. Annahme heißt nicht, dass wir unsere Situation schönreden oder sie einfach ausblenden sollen. Auch ungeliebte Gefühle wollen als zu uns gehörend akzeptiert werden, wir können sie uns bewusstmachen, müssen deshalb aber nicht an ihnen festhalten. Stellen wir uns bildlich gesprochen vor, wir liegen an einem Sommertag im Gras und schauen sie wie die vorbeiziehenden Wolken an, ohne ihnen nachzuschauen. Es kommen immer neue Wolken auf uns zu, wir dürfen sie alle ziehen lassen in der Gewissheit, dass sie sich früher oder später auflösen werden. Das ist mit dem Begriff „Loslassen“ gemeint, und genau das möchte uns Chiron vermitteln!

 

Chiron, der „verwundete Heiler“, wie er auch genannt wird, hat am eigenen Leib erfahren, dass ihm ohne Absicht eine tiefe, schmerzende Wunde zugefügt wurde, die nicht geheilt werden konnte. Statt nun seine Energie darauf zu lenken, den Verursacher dieser Wunde zu beschimpfen, ihn für sein Leid verantwortlich zu machen, hat er den Spieß umgedreht und sich intensiv den Heilkünsten und der Philosophie verschrieben. Er wurde auf vielen Ebenen ein bedeutender Lehrer, der seinen Schülern kein angelesenes Wissen, sondern seine eigene Erfahrung weitergab und damit seine Lehre für sie direkt erlebbar machte. So können auch wir unsere Verletzungen und Schmerzen umwandeln in Gaben, mit denen wir anderen Wesen beistehen, sie unterstützen und ihnen helfen können. Und durch eben diese Haltung werden wir Heilung und wohltuende Versöhnung in uns selbst erfahren.

 

© Helga Eichner