Horoskop für München erstellt
Horoskop für München erstellt

Saturn/Pluto-Konjunktion im Steinbockzeichen am 12. Januar 2020

um 18:00 Uhr

 

Man kann der Verantwortung für morgen nicht entkommen,

 

indem man sich ihr heute entzieht.

 

                      (Abraham Lincoln)

 

Nun ist sie da, die von Vielen sehnsüchtig bis angstvoll erwartete Konjunktion von Saturn und Pluto als Beginn einer neuen Epoche! Heute, am 12. Januar 2020, treffen sich beide Planeten um 18:00 Uhr auf 22°46 im Tierkreiszeichen Steinbock. Dazu gesellt sich die Sonne auf 21°56‘ und Merkur auf 23°14 Steinbock, so dass wir es mit einem enggestellten Stellium mit hoher Energie zu tun haben. Für Neuanfänge, die jede Konjunktion begleiten, stellt dies eine gute Ausgangsbasis dar. Dass aller Anfang nicht nur schwer ist, sondern oft auch im Chaos beginnt, zeigt uns das Aspektbild mit ausnahmslos offenen Strichen, die sich kreuz und quer fast orientierungslos über die Mitte des Horoskops ziehen. Das Zusammenspiel klappt scheinbar noch nicht so gut, es muss erst gefunden werden.

 

Die letzte Konjunktion fand im Jahre 1982 auf 26°Waage statt, die letzte Konjunktion im Steinbockzeichen jedoch bereits vor 502 Jahren. Zu dem Zeitpunkt formulierte Martin Luther seine revolutionären Thesen gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche, schlug sie öffentlich an das Portal der Schlosskirche in Wittenberg und löste damit gewaltige Umbrüche in Kirche und Staat aus. Wer mit offenen Augen schaut, wird eine dem Wesen nach ähnliche Situation in der Gegenwart erkennen, die jedoch nicht auf unser kleines Land begrenzt ist. Dank der modernen Kommunikationskanäle werden wir täglich Zeuge von Naturkatastrophen, Unruhen, Kriegen und „schwerer See“ rund um den Globus. Früher war es die Sklavenhaltung und Politik der Feudalherren, die unsägliches Leid über große Teile der Menschheit brachten. Heute nimmt diesen Platz die weltweite Politik der Globalisierung ein, die Menschen hungern lässt, die die Ausbeutung der Bodenschätze in nie geahnter Hektik vorantreibt, so dass sich viele Menschen gezwungen sehen, ihr Heimatland zu verlassen, um anderenorts wenigstens eine kleine Chance auf Nahrung, Bildung und Arbeit zu haben.

 

Alle Zeichen stehen auf Veränderung, was zusätzlich dadurch befeuert wird, dass Uranus gestern, am 11. Januar 2020 um 02:49 Uhr, seine fünfmonatige Rückläufigkeit beendet hat und nun in der Direktläufigkeit für den notwendigen Rückenwind sorgen wird. Im Horoskop der Saturn/Pluto-Konjunktion steht er auf 2°39‘ im Stierzeichen als Taktgeber ganz oben in der Himmelsmitte. In den letzten Tagen gab es genügend Gelegenheit, sich von seiner erwachenden Aktivität zu überzeugen. Ein Aspekt zum Schütze-Mars erklärt die im Hintergrund lauernde Kriegsgefahr, aktuell im Nahen Osten zwischen Iran und den USA.

 

Was kann diese Konstellation nun für uns im persönlichen Leben bedeuten? Wir assoziieren Saturn mit Selbstverwirklichung, an deren Anfang jedoch die Selbstdisziplin steht, um mit anderen Menschen in einer Gruppe leben zu können. Er steht ebenfalls für die Übernahme von Verantwortung für uns selbst und für die Menschen, mit denen wir uns verbunden fühlen. Saturn ist in erster Linie ein überpersönlicher Planet, was bedeutet, dass es vor allem um das Wohl der Gruppe geht, zum Beispiel die Familie, der Freundeskreis, die Kollegen in der Arbeitsstelle, aber auch das einer Firma oder Organisation. Hier endet im Zweifel das Recht des Einzelnen, wenn dadurch das Bestehen oder Wohlergehen einer Gruppe gefährdet wird. Welcher individuelle Lebensbereich davon betroffen ist, sehen wir im jeweiligen Geburtshoroskop an der Häuserstellung, in der die große Konjunktion fällt.

 

Pluto stellt uns große Kraftreserven zur Verfügung, die im Zusammenhang mit  saturnischen Lebensthemen hilfreich eingesetzt werden können. Sträuben wir uns jedoch, diese Veränderungsprozesse zu akzeptieren, dann müssen sie von außen an uns herangetragen werden, wo wir zum Beispiel mit dem Themenpaar Macht/Ohnmacht als Täter oder Opfer konfrontiert werden könnten. Pluto, der auch als Gott der Unterwelt gilt, konfrontiert uns mit Themen wie Loslassen (von Dingen) und Beenden (von Situationen oder Ereignissen). Er fordert Bereitschaft zu lebenslanger Veränderung, damit wir weiterwachsen, uns einem höheren Bewusstsein öffnen.

 

Vor einigen Tagen hörte ich in einer Kabarettsendung eine witzige Passage zu Kreuzworträtseln: Wenn man sie nicht lösen kann, gibt es genau zwei Möglichkeiten. Man gibt sich Mühe, um die Lösung zu finden oder kauft sich ein Malbuch. Ich finde, dass dieses Beispiel perfekt unsere beiden Möglichkeiten skizziert, mit Veränderungsenergien umzugehen. Es kostet vielleicht Anstrengung, die Themen, die uns dieser Epochenwechsel aufgibt, zu lösen, aber es wird uns weiterbringen und zufriedener machen. Wir sind am Ende nicht mehr die, als die wir begonnen haben. Wählen wir den Buntstift und malen uns die Welt, wie sie uns gefällt, so ist das zwar als Kinderbuch ganz lustig. Im wirklichen Leben wird diese Methode nicht taugen, um Pluto zu überzeugen. Wir drehen uns dabei ständig um unsere eigene Achse, weichen unseren Lebensthemen aus, wobei bestenfalls ein Stillstand dabei herauskommt. Dass Stillstand aber Rückschritt bedeutet, wissen wir alle sehr gut.

 

Der Wille, etwas zu bewegen, führt uns vielleicht zu der Frage, wie wir handeln könnten? Eine Antwort habe ich bei dem großen Denker und Philosophen Immanuel Kant gefunden: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Dieser Satz, auch als kategorischer Imperativ bekannt, stellt ein ethisches Grundprinzip dar, das eine Richtschnur für alles menschliche Handeln sein könnte und sollte. Ja, das ist manchmal unbequem, aber es entspricht sinngemäß absolut dem Zusammengehen von Saturn und Pluto. Beide würden dann zwar arbeitslos – aber welch ein schöner Gedanke ist dies für die beginnende neue Epoche!

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

 

 

Vollmondhoroskop für München
Vollmondhoroskop für München

Vollmond mit Mondfinsternis am 10.01.2019 um 20:21 Uhr

 

Der erste Vollmond am Beginn der zweiten Dekade des ersten Monats im neuen Jahr 2020! Exakt wird er am 10. Januar 2020 um 20:21 Uhr mit dem Mond auf 20°00‘ Krebs und der Sonne auf 20°00‘ Steinbock. Verbunden ist er mit einer Halbschatten-Mondfinsternis, die auch in Europa zu sehen ist, sofern wir das Glück eines wolkenlosen Himmels haben. Merkur steht auf 20°06‘ Steinbock in einer ebenfalls gradgenauen Konjunktion mit der Sonne und damit in Opposition zum Krebs-Mond. Außerdem bildet die am 12. Januar exakt werdende Konjunktion zwischen Saturn und Pluto bereits eine Konjunktion mit Sonne/Merkur. Zu dieser bereits seit langem erwartete Saturn/Pluto-Konjunktion schreibe ich noch einen gesonderten Artikel, der zeitnah hier erscheint.

 

Dass wir uns in einer herausfordernden Zeitqualität befinden, war bereits Thema der letzten Deutungen. Mundan schlug sich diese spätestens am 03.01.2020 in der Tötung zweier ranghoher iranischer Generäle durch US-Militär nieder, der noch weitere begleitende Iraner zum Opfer fielen. Die unmittelbar drohende Kriegsgefahr, die sämtliche Medien aufgriffen, wurde durch den Flugzeugabsturz vom 5. Januar um 06:18 Uhr Ortszeit in der Nähe des Teheraner Flughafens ironischerweise gemildert. Es bleibt abzuwarten, ob der US-Präsident angesichts dieser Tragödie nur eine verbale Feuerpause eingelegt hat oder ob Berater doch noch einen, wenn auch nur minimal mäßigenden Einfluss auf sein Handeln haben. Das Horoskop des Absturzes zeigt eine Sonne, die gradgenau auf dem Aszendenten und bereits in Konjunktion mit Merkur, Saturn und Pluto im Steinbock steht, sowie einen engen Quinkunx-Aspekt zwischen Schütze-Mars und noch rückläufigem Stier-Uranus und spiegelt damit das enorme Ausmaß und die Bedeutung dieses nicht nur im Wortsinn explosiven Ereignisses für die Zukunft gut wieder.

 

Ein weiteres Mal wurde vor allem die britische Presse- und Medienlandschaft aufgescheucht, als am Abend des 8. Januar 2020 Prinz Harry und seine Frau Meghan bekanntgaben, dass sie sich aus der Royal Family zurückziehen und einen Teil des Jahres in Nordamerika sein werden. Das ist ein Schritt, den noch kein Mitglied der britischen Krone gewagt hat, ohne einen als „triftig“ anerkannten Grund zu haben. Es ist ein Bruch mit der Tradition (Saturn), dass ein Prinz  Apanage und Ansehen ausschlägt und für sich und seine Familie ein selbstständiges Leben jenseits des Hofprotokolls wünscht. Eine gelungene Umsetzung der Zeitqualität in dieser Phase mit Pluto/Saturn im Steinbock! Dazu passt auch, dass offensichtlich auf jede Form von vorheriger Absprache mit der Queen, Prinz Charles und seinem Bruder William verzichtet wurde und stattdessen der Instagram-Account den Postillon gespielt hat. Auch hier bleibt abzuwarten, wie stark die Gegenkräfte auf das Paar einwirken werden, die lieber Alles beim Alten lassen möchten. Die Queen hat wohl bereits Zustimmung signalisiert und Harry und Meghan ihre Unterstützung zugesagt.

 

Das Gegenüber von bewusstem Willen (Sonne) und unbewussten Bedürfnissen (Mond) fordert eine Entscheidung von uns. Das können kleine Dinge sein, die uns persönlich unzufrieden machen, es kann aber auch die eine große Entscheidung sein, um die wir uns bereits seit langem drücken, obwohl sie uns immer stärker unter den Nägeln brennt und das bisherige Leben lähmt. In Gesprächen höre ich oft das Argument „Das ist aber alles nicht so einfach“. Ich entgegne dann in den meisten Fällen „Doch, es ist sogar ganz einfach, aber es ist nicht immer leicht“. Eine Entscheidung zu treffen, ist einfach, wenn wir uns klarmachen, dass das Vermeiden einer Entscheidung auch eine Entscheidung ist, allerdings die am wenigsten sinnvolle, denn damit stellen wir uns gegen die immerwährende Veränderung!

 

Eine getroffene Entscheidung umzusetzen, erfordert Mut, Stärke, Durchhaltevermögen, Standfestigkeit und das Vertrauen in uns selbst und in unsere Zukunft. All dies lernen wir auf dem Weg zu unserem Ziel. Wir werden nicht vorher wissen, wie wir diesen Weg am besten gehen könnten, denn es ist ein learning by doing. Schauen wir mit offenen Augen nach rechts und links, nach hinten und vorne,  begegnen uns überall Menschen auf dem gleichen Weg, und all diese Menschen tragen die gleichen Ängste, Befürchtungen, Zweifel und Hoffnungen in ihren Rucksäcken. Merkur, der Planet der Kommunikation und des Austauschs, zeigt uns einen Weg, der leichter fällt, wenn er immer der eigenen Sonne entgegengeht. Egal, wo Sie gerade stehen mögen: Tauschen Sie auf diesem Weg mit anderen Menschen Ihre Vorräte, Ihre Besorgnis, Ihre Versagensängste, Ihre Freude am Leben und Ihre Neugier auf das, was am Horizont auf jeden von uns wartet, wie Udo Lindenberg das so schön besungen hat. „Hinter’m Horizont geht’s weiter, ein neuer Tag …“. Und vielleicht treffen Sie ja auch mich - irgendwo auf diesem Weg!

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

Neumondhoroskop für München
Neumondhoroskop für München

Neumond mit Sonnenfinsternis am 26.12.2019 um 06:13 Uhr

 

Der letzte Neumond, die monatliche Konjunktion von Sonne und Mond, erscheint am zweiten Weihnachtstag in aller Frühe auf 4 Grad 06 Steinbock. Er steht in enger Konjunktion zu Jupiter auf 5 Grad 20 Steinbock, und wegen seiner Nähe zur Mondknotenachse auf 8 Grad 32 Steinbock/Krebs haben wir es mit einer Sonnenfinsternis zu tun, die bei uns zwar nicht sichtbar, trotzdem aber für längere Zeit wirksam ist. In unseren Breitengraden belegt der Neumond Haus 1 des Horoskops, den Bereich des persönlichen Wachstums. Ein entspannendes Trigon verbindet ihn mit dem noch rückläufigen Uranus auf 2 Grad 45 Stier an der Spitze des fünften Hauses, das für Leichtigkeit, Spiel und Spaß, ebenso für Erotik steht.

 

Diese Ausgangssituation könnte eine Regieanweisung sein für einen Film mit dem Titel „Wähle, was Dich umgeben soll, und liebe, was Dich umgibt“. Venus, die Göttin der Schönheit und der Liebe, bildet aus dem Wassermann heraus einen die Bewusstheitsentwicklung förderlichen Quinkunx-Aspekt (150 Grad) zum aufsteigenden Mondknoten, der die Richtung in die Zukunft symbolisiert. Damit ist sie indirekt über die Mondknotenachse mit dem Neumond am absteigenden Mondknoten, der die Vergangenheit repräsentiert, verbunden. Wir tun also gut daran, unsere Venuskräfte zu mobilisieren, um uns auf das neue Jahr einzustimmen. Im Alltag kann das bedeuten, dass wir mit etwas emotionalem Abstand unsere zwischenmenschlichen Beziehungen analysieren, ob sie in unserem Sinne zukunftstauglich sind. Allenfalls ist es an der Zeit, sich von liebgewordenem oder auch nur bequemem Ballast zu befreien. Das gilt sowohl für Sachen als auch für Menschen. Damit meine ich nicht das Entsorgen, weil  uns etwas  lästig geworden ist, sondern die bewusste Entscheidung, wie wir leben möchten und was uns dabei begleiten soll. Voraussetzung für diese Bilanz ist eine verantwortungsvolle Sicht, die, wenn es um Menschen geht, erfordert, dass wir unsere Handlungsweise auch erklären, damit sie verstanden werden kann.

 

Der wie alle Planeten wertfreie Jupiter, in der klassischen Astrologie als der große Wohltäter begrüßt, vermehrt immer jenes, was er bei seinem Durchgang vorfindet. Im regelkonformen Steinbock wird dies sicher nicht anders sein. Deshalb ist es sinnvoll, Altlasten aus vergangenen Zeiten zu befrieden oder zu entsorgen, weil diese der gewünschten und anvisierten Ausrichtung für unser weiteres Leben entgegenstehen. Wir schaden uns selbst am allermeisten, wenn wir daran festhalten, weil uns eine solche Haltung an die Vergangenheit fesselt. Vergebung und Loslassen sind die besseren Stichworte, wobei das vor allem im eigenen Inneren geschehen muss. Ich erinnere mich an eine  mir sehr zu Herzen gegangene Beratung, in der eine Frau mit hohen Schulden wissen wollte, wann denn endlich der Geldsegen, der ihr von einer Kollegin versprochen wurde, eintrifft. Diese Beraterin hatte den bevorstehenden Jupitertransit in ihrem Horoskop gesehen und daraufhin einen Geldregen versprochen, was sie sich an erster Stelle wünschte. Leider musste ich meiner Klientin, die ob dieser freudigen Aussicht gleich weitere Schulden anhäufte, sagen, dass Jupiter ihre Schulden vermehrt hat, weil er nichts anderes vorgefunden hat, was er hätte vermehren können. Durch umsichtiges Handeln bzw. Nichthandeln wären wenigstens diese vermieden worden. Der arme Jupiter war hier mangels Alternativen völlig schuldlos.

 

Auf der sicheren Seite sind wir allemal, wenn wir nach der inneren und äußeren Entrümpelung eine Bilanz ziehen und eine Vision der erwünschten Richtung entwickeln, in die wir uns bewegen wollen. Stellen Sie sich Ihr zukünftiges Leben bildlich vor, malen Sie es, oder fühlen Sie sich so tief hinein, als ob Sie diese Vision schon erreicht haben. Geben Sie Jupiter Futter, damit er sein Füllhorn mit den Dingen, die auf Ihrer Liste stehen, ausschütten kann. Wundern Sie sich aber bitte nicht, wenn seine Unterstützung ganz anders aussieht als von Ihnen geplant. Das gehört zu den Wundern, die er uns beschert, dass wir manchmal erst zu einem späteren Zeitpunkt erkennen, wie wertvoll sein Geschenk war.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen glücklichen Start ins neue Jahr. Bleiben oder werden Sie gesund. Ich freue mich auf ein Wiederlesen in 2020!

 

© Helga Eichner

 

 

 

Vollmondhoroskop für München
Vollmondhoroskop für München

Vollmond am 12.12.2019 um 06:12 Uhr

 

Der letzte Vollmond dieses Jahres und dieses Jahrzehnts findet statt auf 19 Grad 51 mit einer Schütze-Sonne und einem Zwillinge-Mond. In unserer geographischen Position fällt die Sonne in Haus 1 und der Mond in Haus 7, beide aktivieren damit die Achse vom Ich zum Du. Damit ist ebenso die Entwicklung vom individuellen Menschen als Einzelwesen hin zu einem auf das Gegenüber bezogenen Menschen angesprochen. Durch die Betonung der Achse Zwillinge/Schütze, der u.a. die Kommunikation zugeordnet ist, die noch verstärkt wird durch den Eintritt des Kommunikationsplaneten Merkur in Schütze (4 Grad 06), lässt sich unschwer erkennen, dass wir im Umgang mit uns selbst wie auch mit anderen Menschen ein besonderes Augenmerk auf unsere Art der Kommunikation legen sollten.

 

In Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram wird fast täglich darüber geklagt, dass gerade in den schnelllebigen Chats, die ja für eine leichte, ungezwungene, typisch zwillingshafte Art der Kommunikation stehen, ein zunehmend rüder, oft auch gewaltbereiter Ton eingezogen ist. Hierbei haben wir es mit einer Schattenseite des Schützezeichens zu tun, die keine andere Meinung neben der eigenen duldet und Begeisterungsfähigkeit leider durch Hasstiraden und unsägliche Pöbeleien zum Ausdruck bringt. Zusätzlich bricht sich hier eine Skorpionseite Bahn, die Worte – ob geschrieben oder gesprochen – als Machtinstrument benutzt und dabei in der Netz-Anonymität auch vor Gewalttätigkeiten nicht zurückschreckt. Hier bewahrheitet sich leidvoll, dass Gedanken zu Worten werden und diese Worte zu Taten führen.

 

Aber auch in persönlichen Beziehungen haben nicht immer friedvolle und freundliche Gespräche Vorrang. Es gibt einen fast ungebrochenen Zulauf bei Seminaren, die gewaltfreie Kommunikation unterrichten oder Meditationskurse anbieten, um Aggressionen abzubauen und zu innerer Ruhe zu finden. Ich bin nicht sicher, ob das ausreicht, das eigene Verhalten zu ändern. Sinnvoller scheint mir zu sein, sich der jeweils eigenen Verantwortung bewusst zu werden für unseren persönlichen Umgang mit unseren Mitmenschen. Es ist zwar beliebter, danach zu schauen, was andere ändern könnten oder unserer Meinung nach sollten. Eine dauerhafte Lösung wird das auf keinen Fall sein.

 

Abraham Lincoln drückte das so aus: „Man kann der Verantwortung von morgen nicht entkommen, indem man sich ihr heute entzieht.“ Wir alle haben uns lange Zeit in der Gewissheit gewiegt, dass kleine Richtungsänderungen schon reichen werden, um uns den Herausforderungen dieser Zeit zu stellen. Das betrifft Einzelne, aber auch Firmen, Verbände, Organisationen, die Wirtschaft allgemein ebenso wie die Politik. Wir haben uns gerne und oft der Verantwortung für unser persönliches Handeln entzogen und statt dessen mit dem Finger auf diejenigen gezeigt, die wir gerade erwischen konnten. Das ist Kleinkindgehabe, Kindergarten, eines erwachsenen Menschen unwürdig, und das wussten wir und wissen es auch jetzt.

 

Dieser Vollmond legt uns die Trennung von allem nahe, was uns belastet und uns daran hindert, der großartige Mensch zu sein, als der wir gedacht wurden. Jeder Mensch an seinem Platz kann im Kleinen damit beginnen, und die ganze Welt wird davon profitieren. Wir sind nicht zu klein, zu schwach, zu unbedeutend oder zu dumm – wir sind genau so richtig, wie jeder andere Mensch auch. Lassen wir alles los, was uns nicht entspricht. Gehen wir mutig daran, unsere Visionen zu verwirklichen, damit unsere Welt eine bessere wird. Brennen wir für unsere Ideen und Vorstellungen, damit nicht unsere Wälder brennen müssen! Alles hängt mit allem zusammen – nichts kann isoliert existieren. Trägt jeder Mensch die Verantwortung für sein Handeln oder Nichthandeln, sind alle entlastet, weil sie sich ebenfalls nur noch um ihre eigene Verantwortung kümmern müssen. Sie werden überrascht sein, wie schnell sie ganz von alleine ihre innere Ruhe finden! 

 

© Helga Eichner