Neumondhoroskop für München
Neumondhoroskop für München

Neumond am 09.10.2018 um 05:47 Uhr

 

In diesem Neumondhoroskop, das im Gegensatz zum eher feuerlastigen Vollmond eine starke Betonung des Luft- und Wasserelementes aufweist, begegnen sich Sonne und Mond auf knapp 16 Grad Waage. Sie bilden einen Quadrataspekt zum Planeten Pluto auf 18°46‘ Grad Steinbock. Damit geraten Machtkämpfe beliebiger Art in den Mittelpunkt, wie das zum Beispiel im mundanen Bereich die Auseinandersetzungen um die Berufung Kavanaughs zum Richter am Supreme Court der USA zeigen. Auch die ihm vorgeworfenen sexuellen Übergriffe, die durch das Quadrat zwischen Venus und Mars im Neumondhoroskop dargestellt sind, gehören zum plutonischen Wirkungskreis, ebenso Enthüllungen, Manipulationen und Skandale. Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 05.10.2018 dazu: „Der Streit um Trumps Richter-Kandidat steht nicht einfach für die Auseinandersetzung zwischen den Geschlechtern. Er steht für die Mobilisierung tiefer Ressentiments gegen alles, was die alten Machtgefüge und die Scheinmoral stört.“ Im positiv gelebten Sinne kann dieser Aspekt im persönlichen Leben das einvernehmliche Miteinander auf Augenhöhe bedeuten, in dem die Regeln gemeinsam vereinbart und nicht einseitig vorgegeben werden.

 

Die Waage, in der sich Sonne und Monat zum Neumond treffen, ist die „Heimat“ der Venus, der es in diesem Zeichen um ein möglichst friedliches Einvernehmen geht in Beziehungen jeglicher Art. Dazu gehören vor allem enge Freundschaften und private wie berufliche Partnerschaften. Nun ist die Venus am 5. Oktober 2018 auf knapp 11 Grad Skorpion für sechs Wochen rückläufig geworden, was etwa alle 1 ½ Jahre geschieht. Wie ich schon früher geschrieben habe, bedeuten rückläufige Phasen eine Überarbeitung aller Themen, die in die Zuständigkeit des entsprechenden Planeten fallen. Es gilt also, ein Auge auf möglicherweise schon länger schwelende Unstimmigkeiten in unseren Beziehungen zu werfen und diese nun einer intensiven Analyse zu unterziehen. Das gilt ebenso für Geldgeschäfte aller Art, die wir tätigen, denn auch dieser Bereich untersteht der Venus. Dazu können ebenso Verträge gehören, in denen Abmachungen getroffen wurden, die vielleicht nur einem der Vertragspartner nützen. Sämtliche Formen von Ungleichgewicht fordern in dieser Zeit eine Überprüfung, die bei erkannten Schieflagen klärende Gespräche auslösen sollten mit dem Ziel, diejenigen Teile von Vereinbarungen neu zu verhandeln, wenn nicht alle Beteiligten einverstanden waren. Faule Kompromisse sind dabei zu vermeiden. Stattdessen sollten wir uns um einen Konsens bemühen, bei dem es keinen Gewinner und keinen Verlierer gibt – eine Win-Win-Situation nennen das heute viele Menschen.

 

Am 16. November 2018 beendet Venus auf 25 Grad Waage ihre Rückläufigkeit und erreicht einen Monat später auf knapp 11 Grad Skorpion wieder den Ausgangspunkt ihrer Rückwärts-Reise im Horoskop. Ab diesem Zeitpunkt wird sich zeigen, zu welchen Ergebnissen wir gekommen sind und wie sich diese auf unser Leben auswirken. Auch wenn es zunächst etwas schwerfällt, unangenehme Themen auf den Tisch zu bringen, dürfen wir sicher sein, dass unser Mut nun belohnt wird. In jedem Fall lässt sich die Spreu vom Weizen trennen, wenn wir erkennen, welche Beziehungen bestehen bleiben und wo es gilt, Konsequenzen zu ziehen, zum Beispiel nicht länger tragfähige Beziehungen zu beenden. Ich wünsche uns allen diesen Mut, damit wir in unserem ganz persönlichen Umfeld einen neuen Umgang miteinander erschaffen!

 

© Helga Eichner

 

 

 

Vollmondhoroskop für München
Vollmondhoroskop für München

Vollmond am 25.09.2018 um 04:52 Uhr

 

Der kommende Vollmond formiert sich auf der Widder-/Waage-Achse mit dem Mond auf 2 Grad Widder in Konjunktion mit dem rückläufigen Chiron auf 0°02‘ Widder in Opposition zur Sonne im Zeichen Waage in Konjunktion mit Merkur auf 5°18‘ Waage. Sonne und Mond bilden jeweils ein Quadrat zu Saturn auf 2°50‘ Steinbock. Wichtig ist ebenfalls das Sextil zu Mars auf 3°47‘ in Konjunktion zu Lilith auf 5°31‘, beide im Zeichen Wassermann. In unseren Breitengraden fällt die Sonne in Haus 2, der Mond in Haus 8. Beide Häuser bilden die sogenannte Werte-Achse, wobei das zweite Haus für die eigenen Werte steht und das achte Haus für die Werte der Anderen. Dabei geht es sowohl um materielle Werte wie Geld, Anlagevermögen, Immobilien und sonstiger Besitz als auch um ideelle Werte wie eigene (Haus 2) oder fremde (Haus 8) Überzeugungen und Einstellungen dem Leben gegenüber.

 

Insgesamt ist das Vollmondhoroskop stark feuerbetont und erfordert Handlungen. Das soll aber nicht heißen, dass wir unüberlegt irgendwelche Aktionen lostreten sollten, um uns von zunehmendem Druck zu befreien. Solche Versuche hätten zurzeit keine lange Lebensdauer und zeigen außerdem nur, dass wir zu lange gewartet haben mit der Klärung allfälliger Unstimmigkeiten. Stattdessen wäre es sinnvoll, die Zeitqualität zu nutzen, um ganz im Sinne der Waagesonne ausgewogene Lösungen herbeizuführen, die alle Beteiligten einschließt. Es mag sein, dass dazu intensive Gespräche notwendig sind, man sich an einen Tisch setzen und miteinander reden muss. Es mag ebenso sein, dass uns genau das unangenehm ist und wir lieber die Augen davor verschließen möchten. Letztlich werden wir bei einer solchen Vorgehensweise jedoch damit belohnt, dass das Ergebnis seinen Halbzeitwert nicht bereits in Kürze erreichen wird. Die Zeit und die Geduld, die wir hierfür erübrigen, wird sich auf jeden Fall lohnen, denn „Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt“.

 

Der Mond im Widder kommt Hand in Hand mit dem Planetoiden Chiron einher – eine gute Gelegenheit, alte Verletzungen von einer neuen Warte aus zu betrachten und dadurch aktiv einen  Prozess der Heilung in Gang zu setzen. Vielleicht gehört etwas Mut dazu, in die Kellerräume des eigenen Bewusstseins hinabzusteigen und die alten Ladenhüter ans Tageslicht zu befördern. Das ist jedoch die einzige Möglichkeit, uns von Altlasten zu befreien. Das achte Haus steht ja auch für Erfahrungen der Machtlosigkeit, für vermeintliches Ausgeliefertsein oder Festhalten am Opferstatus. Machen wir uns diese schwelenden Wunden bewusst, werden Mars und Lilith gerne durch ihr Sextil zum Mond und dem Trigon zur Merkur/Sonne-Konjunktion den Heilungsprozess abschließen. Der an der Vollmondkonstellation mit einem Quadrat beteiligte Steinbock-Saturn erwartet, dass wir die Verantwortung für unsere Befindlichkeit nicht auf andere Menschen oder die Lebensumstände abschieben. Gehen wir also mit Ernsthaftigkeit daran, unsere Baustellen nach und nach zu schließen, um möglichst bald in wirklicher Harmonie mit uns und anderen Menschen zu leben.

 

Sollten wir jedoch in einem Umfeld leben, das auf diese Versuche eher mit Ablehnung und kompromissloser Durchsetzung der eigenen Ansprüche reagiert, werden wir nicht umhin kommen, auch schmerzhafte Konsequenzen zu ziehen. Dadurch können wir zumindest vermeiden, dass letztlich das „Schicksal“ auf den Plan tritt und tätig wird. In aller Regel ist es besser, die Zügel in unsere Hand zu nehmen und einen ohnehin nicht aufzuhaltenden Prozess im eigenen Sinn zu beeinflussen. Ich wünsche uns allen ein gutes Händchen im Umgang mit anstehenden Themen!

 

© Helga Eichner

 

 

 

Neumondhoroskop für München
Neumondhoroskop für München

Neumond am 09.09.2018 um 20:02 Uhr

 

Der abendliche Neumond am heutigen Sonntag findet statt auf 17 Grad Jungfrau in Opposition zum Planeten Neptun auf 15 Grad Fische. Damit ist wie beim letzten Vollmond erneut die Achse Jungfrau/Fische betont. Saturn ist seit dem 6. September wieder direktläufig, nachdem Mars die Rückläufigkeit bereits am 27. August, einen Tag nach Vollmond, beendet hatte. Damit hat sich die hohe Zahl der rückläufigen Planeten auf Uranus, Neptun, Pluto und Chiron reduziert. Es wird nun zunehmend leichter, in stagnierenden Situationen oder Projekten wieder etwas bewegen zu können und Schritte nach vorne zu machen. Da dieser Neumond zu fast allen Planeten markante Aspekte bildet, müssen wir mit intensiven, teilweise auch widersprüchlichen Reaktionen und Vorgängen rechnen.

 

Venus hat heute um 11:25 Uhr das Waagezeichen verlassen und wird nun für einige Monate das Skorpionzeichen durchlaufen. Damit sind wir aufgefordert, im Bereich unserer Werte   und des Selbstwertes, der Beziehungen und Finanzen eine tiefgründigere Haltung einzunehmen. Die Suche nach der Wahrheit, Krisenfestigkeit und die Fähigkeit, loszulassen, wenn wir merken, dass wir uns festgefahren haben, sind Themen, die uns in der einen oder anderen Weise begleiten werden – je nachdem, inwieweit persönliche Horoskop-Konstellationen betroffen sind.

 

Ich möchte mich hier vor allem mit dem Jungfrau-Neumond in Opposition zu Neptun in Fische beschäftigen. Wie immer, geht es letztlich darum, dass wir einen Punkt nahe der Achsenmitte erreichen, anstatt ständig zwischen zwei entgegengesetzten Extremen zu pendeln. Wie bereits in der Vollmonddeutung beschrieben, liegt dem Zeichen Jungfrau eine pragmatische, den Alltag organisierende Handlungsweise zugrunde, während in den Fischen eher kreative, künstlerische Geister zuhause sind. Wie könnte denn bei diesen Extremen eine zu findende Mitte aussehen?

 

Der Planet Neptun, der im Zeichen Fische „zuhause“ ist, kann uns die Kraft der Vision bescheren, kann uns aber ebenso in Illusionen verwickeln. Neptun schenkt uns Träume, erweckt Wünsche und Hoffnungen, zeigt uns die Welt in Bildern und Farben. Dem gegenüber setzt die Jungfrau auf die sichtbare Realität, auf alltäglichen Pragmatismus, auf das Machbare und den Fleiß. Jede(r) kennt Sprüche wie „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ oder „Arbeit ist das halbe Leben“. Die Kunst liegt nicht im Entweder – Oder sondern im Sowohl als auch, wobei viele Menschen auf den ersten Blick nur die Gegensätzlichkeit erkennen können. Ich möchte dazu als Beispiel eine Kurzfassung des Kinderbuches „Frederick“ von Leo Lionni geben:

 

Eine Feldmäusefamilie haust in einer alten Mauer in der Nähe eines verlassenen Bauernhofes. Zum Ende des Sommers hin begannen sie emsig mit dem Sammeln von Körnern, Nüssen, Weizen und Stroh für den Wintervorrat. Nur Frederick, einer der Fünf, saß still in der Sonne. Auf die Frage, warum er nicht wie sie arbeitete, antwortete er: „Ich arbeite doch, ich sammle Sonnenstrahlen für die kalten Wintertage.“ Ein anderes Mal saß er auf der Wiese und antwortete auf die gleiche Frage: „Ich sammle Farben, denn der Winter ist grau.“ Als seine Mäusegeschwister ihn dann halb schlafend fanden, erklärte er: „Ich sammle Wörter für die langen Wintertage.“ Der Winter kam, und die Mäuse knabberten an ihren Vorräten, bis alles aufgegessen war. Da wurde es sehr kalt, sie fühlten sich einsam, und niemand sprach mehr ein Wort. Nun begann Frederick, seine Vorräte auszupacken. Er erzählte von den goldenen Sonnenstrahlen, und gleich fühlten die kleinen Mäuse die Wärme. Er erzählte von den bunten Farben der Sommerblumen, und alle meinten, die Blumen vor ihren Augen sehen zu können. Mit seinen gesammelten Wörtern dichtete Frederick und begeisterte damit die Geschwister, bis der Frühling kam und sie wieder Essbares fanden.

 

Dass hier die beiden Prinzipien Jungfrau (Fredericks Brüder, die eifrig Vorräte sammeln und sich um das leibliche Wohl sorgten) und Fische (Frederick, der das Überleben sicherte, indem er die Schätze des Sommers vor den inneren Augen der kleinen Mäuse lebendig werden ließ) einfach ideal miteinander verbunden wurden, fiel mir auch erst vor einigen Tagen auf, als ich wieder einmal meine Kinderbuchsammlung betrachtete. Neptun spricht zu uns in Farben, aber auch in schönen Worten. Dass dieses Sammeln von Nahrung für Geist, Herz und Seele gleichwertig zu sehen ist zum Sammeln von Geld, Nahrung und anderen materiellen Dingen, müssen wir Menschen einer hochtechnisierten Zivilisation wohl erst wieder lernen. Um vollständig existieren zu können, brauchen wir die Qualitäten beider Tierkreiszeichen, denn eine Seite der Achse allein – egal welche – zeigt uns immer nur eine Hälfte des Ganzen. Vielleicht probieren sie es einfach mal aus?

 

© Helga Eichner