Vollmondhoroskop für München
Vollmondhoroskop für München

Vollmond am 03.12.2017 um 16:47 Uhr

 

 Am Sonntagnachmittag konstelliert sich ein äußerst feuriger, dynamischer Vollmond mit der Sonne auf 11°40‘ im Schützen – in weiter Konjunktion mit Venus auf knapp 2 Grad Schütze – und dem Mond auf 11°40‘ in Zwillinge. Betont ist die Häuserachse 6/12, der Bereich des Alltags, der Gesundheit und des Broterwerbs (Sonne) sowie der Bereich des Unsichtbaren, des Rückzugs und der Spiritualität (Mond). Es besteht ein gradgenaues T-Quadrat zu Neptun auf 11°30‘ im Zeichen Fische, der wiederum ein Anderthalbquadrat zu Mars auf 26°24‘ Waage sowie ein angenehmes Trigon zu Jupiter auf 11°36‘ Skorpion bildet. Uranus auf knapp 25 Grad Widder spielt durch einen Oppositionsaspekt zu Mars ebenfalls mit.

 

Dabei kommt der Konjunktion zwischen Saturn auf 28°03‘ und Merkur auf 29°17‘ am Ende des Schützezeichens eine wichtige Rolle zu durch die am Sonntagmorgen beginnende Rückläufigkeit von Merkur, die am 23.12.2017 um 02:51 Uhr endet. Dazu möchte ich Sie einladen, einmal anders über die Zeit seiner Rückläufigkeiten nachzudenken. In erster Linie bedeutet diese nämlich ein Innehalten, um Situationen zu reflektieren, neu darüber nachzudenken und gegebenenfalls zu überarbeiten. Überall dort, wo wir zu Schnellschüssen neigen, werden wir in dieser Zeit keinen dauerhaften Erfolg haben, weil die Zeitqualität gebietet, Justierungen vorzunehmen und unsere Motivation zu überprüfen, mit der wir uns engagiert haben oder engagieren wollen. Die enge Konjunktion zu Saturn fordert uns auf, diese Schritte nicht leichtfertig oder flüchtig, sondern mit der gebotenen Sorgfalt und Ernsthaftigkeit anzugehen. Unser Tun sollte einem höheren Sinn dienen, und das bedeutet nicht, nur hehre Pläne zu verwirklichen. Der höhere Sinn erschließt sich ebenso in Alltäglichkeiten, sobald wir beginnen, achtsam und verantwortungsbewusst zu handeln. Das schließt in erster Linie die Achtsamkeit und Verantwortung für uns selbst mit ein!

 

Der vietnamesische Mönch und Zen-Meister Thich Nhat Hanh bringt es in diesem Beispiel auf den Punkt: „Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, dass ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muss der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muss das Teetrinken das Wichtigste auf der Welt sein.“ Wenn wir unter der Rückläufigkeit von Merkur allerlei Ungemach erleiden, ist das in aller Regel eine Aufforderung an uns, genau hinzuschauen, was und wie wir etwas tun. Bleiben wir auffallend oft im Verkehr stecken, gibt Merkur uns eventuell den Hinweis, unser Leben zu entschleunigen statt ihm hinterherzujagen. Funktionieren Laptop, Smartphone und Telefon nicht, liegt die Aufforderung nahe, etwas geduldiger zu sein oder uns nicht zu verzetteln. Auf mehr Achtsamkeit uns selbst gegenüber weist Merkur uns hin, wenn wir uns nicht konzentrieren können. Wird unsere Terminplanung sabotiert, dann wäre es ein Gewinn, sich mit unserer Einstellung zum Thema „Veränderungen“ zu beschäftigen. Ich bin sicher, dass die Rückläufigkeitsphasen nicht gefürchtet werden müssen, sobald wir den Schalter umdrehen und Merkur zuhören statt ihn zu bekämpfen.

 

Zwei Beispiele aus dem mundanen Weltgeschehen zu dieser Merkurphase habe ich heute in der Zeitung gefunden:

 

Die Sondierungsgespräche der geschäftsführenden Bundeskanzlerin für eine Jamaika-Koalition sind gescheitert. Nun wird verzweifelt versucht, gegen die erklärte Absicht der SPD doch noch eine Neuauflage der Großen Koalition zu erzwingen. Die Verhandlungen darüber beginnen in der Rückläufigkeitsphase von Merkur, was als ein Indiz dafür gesehen werden darf, dass die Gespräche stockend verlaufen oder ebenfalls abgebrochen werden. Es bleibt abzuwarten, ob zum Beginn des nächsten Jahres doch noch Einverständnis herrschen wird oder ob letztlich alles auf eine Minderheitsregierung hinausläuft, weil Neuwahlen scheinbar von niemandem gewünscht sind.

 

Der ehemalige Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten, Michael Flynn, schließt in der Russland-Affäre einen Deal mit dem amtierenden Sonderermittler Robert Mueller. Flynn hat gestanden, in dieser Angelegenheit falsch ausgesagt zu haben, und ist zu umfänglichen Aussagen über die Hintergründe bereit. Das wird Mr. Trump nicht gefallen, hat er doch im Mai dieses Jahres den früheren Sonderermittler Comey abgesetzt, weil er ihm zu engagiert war. Nun kommt jemand „durch die Hintertüre“ ins Rampenlicht, der über sämtliche Vorgänge bestens informiert ist und auspackt, weil er im Gegenzug weitgehende Zugeständnisse erwarten kann, was seine Verurteilung betrifft. Hier bewahrheitet sich, dass Merkur nicht ohne Grund auch Trickser genannt wird.

 

© Helga Eichner

 

 

 

 

 

Neumondhoroskop für München
Neumondhoroskop für München

Neumond am 18.11.2017 um 12:42 Uhr

 

Beim letzten Vollmond hatten wir es mit einer Sonne auf 12 Grad Skorpion zu tun, und so finden sich nun Sonne und Mond zum Neumond auf 26°19‘ Skorpion ein. Die Planeten Jupiter auf 08°26‘ und Venus auf 13°47‘ Skorpion begegneten sich am 13. November auf 7 Grad Skorpion in einer exakten Konjunktion. In den Bereichen Beziehungen und Finanzen geht es in diesem Zeichen salopp ausgedrückt ans Eingemachte. Oberflächlichkeiten haben nun keinen Platz mehr, und auch Bemühungen um eine Art Burgfrieden dürfte kein großer Erfolg beschieden sein. Lilith, die am 9. November ins Zeichen Steinbock wechselte, unterstützt und fordert ernsthafte Verhandlungen und neue Strukturen, um dauerhafte Werte in beiden Themenbereichen zu schöpfen. Saturn wird ihr am 20. Dezember mit gleicher Stoßrichtung in sein eigenes Zeichen folgen (mehr dazu zum nächsten Neumond am 18.12.2017).

 

Sonne/Mond stehen im Trigonaspekt zum rückläufigen Chiron auf knapp 24 ½ Grad Fische, was sowohl eine Chance auf Versöhnung als auch ein Wiederaufflammen alter Verletzungen bedeuten kann. Wunden heilen zwar nicht, wenn immer wieder daran gekratzt wird. Sie heilen jedoch erst recht nicht, wenn sie einfach vergessen oder verdrängt werden. Früher oder später, wenn sie sich in Form neuer Situationen oder Begegnungen in Erinnerung bringen und auf ungelöste Probleme in unserem Inneren aufmerksam machen, sind wir gezwungen, uns darum zu kümmern. Es geht u.a. darum, sich selbst treu zu bleiben, die eigenen Werte nicht für ein paar Silberlinge zu verraten und damit unglaubwürdig zu werden.

Im mundanen Bereich kann das sehr gut beobachtet werden an den seit Wochen geführten Sondierungsgesprächen von CDU/CSU, FDP und Grünen. Alle Beteiligten wären gut beraten, einzusehen, dass Verbohrtheit und der unbedingte Wille, die eigenen Glaubenssätze mit allen Mitteln durchzubringen, niemals zu einer gemeinsamen Regierung führen können. Die Schweizer Astrologin Verena Bachmann mahnt – bezogen auf das Anfang November stattgefundene Quadrat zwischen Saturn und Chiron – in der aktuellen Ausgabe der ASTROLOGIE HEUTE (S. 63): „Allenfalls sollen nun lange gehegte Meinungen und Konzepte, die nicht mehr zum Ziel führen, durch andere, den gegenwärtigen Umständen besser entsprechende ersetzt werden.“ Dies gilt nicht nur für mundane Themen, sondern sinngemäß ebenso in persönlichen Belangen.

 

Am 19. November, einen Tag nach diesem Neumond, bilden Mars in der Waage und Pluto im Steinbock auf 17 ½ Grad ein exaktes Quadrat zueinander. Für den schnelleren Planeten Mars als eine Art Taktgeber interessierte mich das entsprechende Sabische Symbol: „Das Schlüsselwort lautet Konsequenz. Positiv ausgedrückt symbolisiert dieser Grad eine große Herausforderung an unsere besonderen Begabungen. Negativ ausgedrückt, sind unangemessene Impulse und Handlungen angedeutet.“ Pluto steht für tiefgreifende Prozesse des Wandels. Mars gibt Schützenhilfe, indem er zum Beispiel aktuell daran erinnert, dass diese (immer noch) anstehen und vielleicht bereits seit längerem auf sich aufmerksam machen. Wir neigen gerne dazu, uns in solchen Fällen unter dem Tisch zu verstecken und zu hoffen, dass der Kelch an uns vorübergehen möge. Mir ist leider kein Fall bekannt, wo diese Haltung zum Erfolg führte. Größer dürfte die Wahrscheinlichkeit sein, dass die nächste Konfrontation um einige Grade unangenehmer ausfällt und die Konsequenzen, die wir damit heraufbeschwören, an Intensität und Tragweite zunehmen.

 

Frischer Wind und Unterstützung könnte, sowohl für mundane als auch persönliche Themenfelder, aus dem noch aktiven Trigon zwischen Saturn in Schütze und Uranus in Widder wehen. Neue Ideen, originelle Umsetzung, Experimentieren mit ungewöhnlichen Möglichkeiten gehören zum Charakter von Uranus. Saturn reklamiert Beschränkung auf das Wesentliche, Verwirklichung und Übernahme von Verantwortung für unser Handeln. Da wir uns in einem viele Jahre umfassenden Prozess befinden, geht es zunehmend darum, endlich „in die Pötte zu kommen“. Ideenschmiede hin und her – es sollen und müssen Taten folgen! Daran erinnert mich ein kurzer, prägnanter Satz, den ich auf einer Postkarte fand und seitdem deutlich sichtbar in meiner Wohnung deponiert habe: „Rede nicht – handle!“ Wir werden in den nächsten Jahren noch viele Gelegenheiten bekommen, dieser Aufforderung Folge zu leisten.

 

© Helga Eichner

 

 

 

Vollmondhoroskop für München
Vollmondhoroskop für München

Vollmond am 04.11.2017 um 06:23 Uhr

 

Ein wirkungsvoller Vollmond, der mit einem Stier-Mond und einer Skorpion-Sonne, beide auf knapp 12 Grad, aufwartet und in unseren Breitengraden die Häuserachse 7/1 besetzt. Begleitet wird er von einem Oppositionsaspekt zwischen Venus in der Waage und dem rückläufigen Uranus im Widder, jeweils auf knapp 26 Grad, der eine knappe halbe Stunde vor diesem Vollmond seine exakte Position einnimmt. Ein enger Quinkunx-Aspekt führt zudem vom Planeten Venus zum rückläufigen Chiron auf knapp 25 Grad Fische. Weiterhin spielt immer noch die Konjunktion von Saturn auf knapp 25 Grad Schütze und Lilith auf 29 ½ Grad Schütze mit, die im Trigon zu Uranus und im Sextil zu Venus steht.

 

Das beherrschende Thema dieses Vollmondes sind Beziehungen, ob als Nachbarn, Kollegen, Freunde oder Liebende – die Welt ist voller Menschen, die zu anderen Menschen in Beziehungen stehen. „Mit Nähe ist es wie mit der Liebe. Man wächst immer daran, sie ist immer schön, selbst dann, wenn sie nicht für immer sein kann.“ Diese Worte begegneten mir vor einigen Tagen. Für mich drücken sie die ganze Bandbreite an Möglichkeiten aus, die uns die Zeitqualität gerade anbietet. Der Stiermond ist ein Genießer, möchte am liebsten für immer und ewig mit den Menschen zusammen sein, die er einmal in sein Herz geschlossen hat. Die Skorpionsonne erwartet in Beziehungen vor allem Tiefgang, will sich nicht mit Oberflächlichkeiten abgeben und wühlt gerne mal ausgiebig im Schlamm, um auch wirklich jedes noch so kleine Geheimnis ans Licht zu befördern. Gleichzeitig fordert sie uns aber auch auf, vor allem mit uns selber so umzugehen. Zugegeben, das kann anstrengend sein, sich selbst zu hinterfragen und Ansichten, Vorlieben, Vorurteile und Glaubenssätze auf den Prüfstand zu stellen. Belohnt werden wir am Ende mit einem neuen, erfrischenden Blick auf uns und damit auch auf unsere Mitmenschen, was zwangsläufig zu veränderten Beziehungen führen wird. Die Spannung zwischen diesen beiden Gegenpolen halten wir am besten so aus, indem wir anerkennen, dass sie nur zwei Seiten einer einzigen Medaille sind.

 

Ähnlich ist es in Bezug auf die Gegenüberstellung von Venus in der Waage und Uranus im Widder, da die Häuserachse 7/1 der Zeichenstellung Waage und Widder entspricht. Venus als Selbstbild der Frau und als Anima des Mannes möchte ausgleichen, friedlich kooperieren, versteckt sich aber auch gerne vor möglichen (unangenehmen) Entscheidungen. Sie möchte auf keinen Fall anderen Menschen auf die Füße treten, was eine hehre und ebenso unrealistische Option ist. In unserem geografischen Bereich belegt sie den Bereich des zwölften Hauses, was dazu führen kann, dass ihr Verhalten eher im Verborgenen bleibt. An der #MeToo-Kampagne sehen wir, wie stark die Verdrängung auf Seiten der Frauen ist, die nun lawinengleich im Kollektiv oft Jahrzehnte später von den erlebten Belästigungen durch Männer berichten. Die an den Pranger gestellten Männer müssen nun die von ihnen eher destruktiv gelebte Venusqualität als Anklage hinnehmen mit zum Teil erheblichen Konsequenzen für sich selbst. Hier scheint Lilith ebenfalls ihre Hände im Spiel zu haben, ermuntert sie doch immer wieder dazu, auf sich selbst zu achten und sich gegen unangemessene Forderungen zur Wehr zu setzen.

 

Uranus als Oppositionsplanet zu Venus sorgt im Widder für die nötige Kampfbereitschaft, ohne die Veränderungen kaum zu bewerkstelligen sind. Angenehmer ist es natürlich, wenn eine solche Situation gar nicht erst entsteht und Uranus unser Helfer sein kann, um anstehende Veränderungen beizeiten aus eigener Kraft voranzutreiben. Das können strittige Punkte zwischen Menschen sein, die sich bis jetzt einer Lösung entzogen haben und nun von der Zeitqualität überrollt werden – nicht immer zu ihren Gunsten. Wer allzu lange wichtige Themen schleifen lässt in der Hoffnung, dass „irgendwann“ eine günstigere Gelegenheit kommt, um Streitpunkte zu bereinigen, wird erstaunt feststellen, dass sich diese Themen verselbständigen und der Einfluss der Protagonisten massiv eingeschränkt oder gar unterbunden wird. Dann bleibt uns nur noch übrig, Schadensbegrenzung zu betreiben. Seien wir also mutig und packen auch heiße Eisen in aller Ruhe und Konsequenz an, auch wenn sie mit emotionalen Schmerzen verbunden sind. Nichts ist schlimmer, als wie die sprichwörtliche Katze um den heißen Brei herumzuschleichen, denn früher oder später wird sie sich genau daran verbrennen. Der aktuelle Vollmond meint es von einer höheren Warte aus betrachtet gut mit uns. Unser Part dabei ist, Vertrauen in uns und unsere Ziele zu haben und bereit zu sein, gemeinsam zu wachsen – miteinander oder auch Jede/r für sich allein!

 

© Helga Eichner